Der Österreich-Bond unter einem Unglücksstern

Bond-Special

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Der Österreich-Bond unter einem Unglücksstern

Daniel Craig durfte zum zweiten Mal. Die Verkörperung der unsterblichen Filmfigur James Bond ist eine Ehre, welche nur wenigen Schauspieler zuteil wird. Der Brite schlug sich aber in seinem ersten Movie "Casino Royale" so tapfer, dass der Drehbuchautor Paul Haggins sowie Regisseur Marc Foster ihn unbedingt auch weitere Male in der Rolle des verwegenen Agent 007 sehen wollten - und das, obwohl Craigs Assimilierung mit der Figur sich bisher nicht unbedingt als Klacks ausgezeichnet hatte. Es sind sogar weitere vier Filme mit der aktuellen Besetzung geplant.

Unter einem bösen Stern
Die bisherige Produktion von "Ein Quentchen Trost" verlief aber alles andere als glücklich und zufriedenstellend. Abgesehen von zahlreichen verpatzen Stunts, die den Dreh teilweise zum Erliegen brachte , gab es etliche äußerst unangenehme Zwischenfälle. Daniel Craig erwies sich bisher zwar als charismatisch und schauspielerisch talentiert, dennoch brauchte er zum Beispiel gleich mehrere Anläufe für einen Boot-Jump, ein in der Filmbranche recht einfacher Stunt, welchen die Schauspieler für gewöhnlich selbst ausüben können. Craig als Bond ist auch in die Geschichte als erster "metrosexueller" Mann eingegegangen. Kein anderer verwendet laut Anwesenden und Filmcrew mehr Freuchtigkeitscremes und Kosmetik als er. Gedreht wurde bisher an zahlreichen Schauplätzen in Nord-und Südamerika.

Wilde Schießerei in den USA
Der erste furchtbare Zwischenfall, der die Dreharbeiten zum 22. Bond-Film gründlich vermasselte, bildete eine echte Schießerei, in die das Filmteam in den USA geriet. Die Kugeln sind nur knapp an den Kameraleuten und Schauspielern vorbeigerasselt. Zum Glück wurde niemand verletzt, dennoch wurden die Filmarbeit für eine bestimmte Zeit unterbrochen.

Der zornige Bürgermeister
Bitterböse weiter ging es dann in Chile, als ein wilder Bürgermeister sich von den Maßnahmen des Filmteams verunglimpft fühlte und wie wild in das Drehset raste. Ein Mitglied des Teams entkam der Autoattacke angeblich nur knapp. Das Filmteam hatte nämlich einige südamerikanische Häuser dekoriert, so dass sie wie in Bolivien liegend erscheinen - einige Chilenen fühlten aufgrund der politischen Anspannung im Grenzgebiet komplett gestört. Der Bürgermeister hatte sich mit den erbosten Anrainern solidarisiert und beschloss, seinem Ärger Luft zu verschaffen. Das Team um Protagonist Daniel Craig filmte gerade eine Szene in einer Bahnstation mitten in der Wüste. Ohne Vorwarnung und Ankündigung fuhr der Bürgermeister in die filmende Menge und damit mitten in die Szene. Der Bürgermeister wurde verhaftet.

Das Gardasee-Manöver
Aston Martin, der bei den Dreharbeiten des neuen James-Bond-Films "Quantum of Solace" im Einsatz steht, ist kürzlich mit seinem Auto (welches im Bond-Film auch vorkommt) im Gardasee gelandet. Der Fahrer brachte den Wagen zu Dreharbeiten und verlor auf der kurvigen Seestraße die Kontrolle über das Fahrzeug und landete schließlich im Wasser. Der Fahrer wurde von Feuerwehrleuten gerettet und ins Krankenhaus nach Bozen gebracht. Einige Szenen des Action-Films werden in Malcesine, einer der schönsten Ortschaften am Garda-Sees, aufgenommen.

Schwer verletzt
Kurz darauf hat sich bei den Dreharbeiten für den neuen James-Bond-Film "Quantum of Solace" hat sich erneut ein schwerer Unfall ereignet. Zwei Stuntmen verletzten sich in Italien, als sie mit dem Auto zunächst gegen einen weiteren Wagen und dann gegen eine Mauer prallten, meldete die italienische Nachrichtenagentur ANSA. Einer der beiden Männer habe nach dem Unfall wiederbelebt werden müssen und sei nach wie vor in einem kritischen Zustand.

In Vorarlberg gingen die Dreharbeiten jedenfalls glimpflich aus.


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