Skandal-Interview

© APA/ Barbara Gindl

 

"Der Tod gilt in Österreich als geil"

Letzte Woche gab es Aufregung um die Haider-Blödelei des Comedy-Duos Stermann & Grissemann im ORF, die zahllose Protest­anrufe zur Folge hatte. Am Wochenende erschien ein Interview von Dirk Stermann in der deutschen Wochenzeitung Die Zeit, in dem er markige Sprüche über seine Wahlheimat Österreich draufsetzt – und über Jörg Haiders Tod: „Man kann Österreich niemandem erklären. Mit dem Tod Jörg Haiders ist es ja auch wieder so eine Sache. Im Grunde ist das mit der Fernsehkritik Ranickis vergleichbar: Ranicki hat die Fernsehleute total beschimpft, geht von der Bühne und es gibt Standing Ovations. Mit Haider war das genau das Gleiche: Er kritisierte Österreich als eine ‚ideologische Missgeburt’ und bekommt ein Staatsbegräbnis. Das ist grotesk. Alles Tote ist immer gut in Österreich. Und da Hitler auch gestorben ist, ist er mit seinem Tod auch gut geworden. Der Tod ist eben aus österreichischer Sicht unheimlich geil.“

Zum Thema „Protestwahl statt Rechtsruck“ sagt Stermann: „Das ist die Lebenslüge Österreichs. Das Problem aber ist: Die wissen alle, wen sie gewählt haben. Die wählen diese Parteien nicht nur aus Protest.“

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