Der Zyniker und die Tussi

Katz & Maus-Spiel

 

Der Zyniker und die Tussi

Die Entstehung dieses Films ist eine Story für sich. Das Original entstand 2003 in Holland. Autor und Regissseur war der Filmemacher Theo van Gogh. Ein Jahr später, am 2. November 2004, wurde der oft provokante Künstler von einem radikalen Islamisten erschossen: Van Gogh hatte mit Submission einen Film über die Unterdrückung der Frauen im Islam gedreht.

Doch die Karriere von Interview, diesem beinharten Zusammenprall zweier Promis aus der Film- und Medienwelt, ging weiter. Der Text wurde zum Theaterstück; in Wien etwa erfolgreich inszeniert von Peter Patzak. Dann nahm sich Steve Buschemi, der Held des US-Independent-Kinos, um eine Neuverfilmung an. Er selbst spielt den Journalisten Pierre; Topstar Sienna Miller schlüpft ins Kostüm des TV-Starlets Katya.

Der Plot: Katya ist eine dieser oberflächlichen TV-Figuren, wie sie die Soap Operas bevölkern – kein Match eigentlich für den abgekochten Reporter Pierre. Die beiden beflegeln einander, aber erotisches Flirren kommt ins Spiel. Das führt freilich nicht ins Bett, sondern verbal zu noch härteren Bandagen.

Lüge
Katya und Pierre offenbaren ihr Leben: Sie erzählt von Krebserkrankung und mangelndem Lebensmut; er berichtet, dass er sich am Tod von Frau und Tochter schuldig fühlt. Entsteht Vertrauen? Nein. Einer lügt.

Der Film: Eine Expedition zu den dunklen Seiten der Seele, triefend vor tiefschwarzem Humor.

Kinostart Österreich, 22. August. Regie: Steve Buscemi Darsteller: Steve Buscemi, Sienna Miller, Michael Buscemi, Tara Elders

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