Der zweite Picasso Der zweite Picasso

Ausstellung

© Niesner

 

Der zweite Picasso

„Ma femme“ nannte Pablo Picasso seinen Mitstreiter Georges Braque liebevoll-abschätzig. Und das, obwohl maßgebliche Impulse des von beiden entwickelten Kubismus von Braque kamen.

Auf dem Höhepunkt ihrer Kollaboration gingen die beiden sogar so weit, ihre Bilder nicht mehr zu signieren. Da Picasso sich aber besser zu verkaufen wusste, steht sein ruhigerer, konsequenterer Kollege noch heute in seinem Schatten. Aus diesem möchte das Kunstforum Braque mit der ersten heimischen Einzelausstellung des Künstlers holen. „Ein Risiko – aber wir trauen uns einfach“, kommentiert Direktorin Ingried Brugger. Die Suche nach den Gemälden und Collagen wurde zur „Reise um die Welt“, die Leihgaben kommen beispielsweise aus der Tate London, dem Guggenheim Museum und dem MoMA New York. Der Versicherungswert beträgt 400 Millionen Euro.

Stillleben
Mit 80 Gemälden aus allen Schaffensphasen lässt die Retro­spektive verstehen, wie sich Braque unter dem Einfluss der Fauves-Bewegung jenem Picassos und als Meister des Stilllebens entwickelte: „Er flirtete mit neuen Kunstströmungen, ohne seinen eigenen Stil aufzugeben“, so Brugger. Das Spektrum reicht von Landschafts-Farbspielereien über gemalte und geklebte Collagen bis zu großformatigen Stillleben. Klar wird: Braques Bilder sind keine Kunst für den schnellen Blick, in ihnen findet man immer wieder Neues.

Vergleich
Dass in der Albertina parallel Van Gogh läuft, sieht Brugger als Ergänzung: „Es ist gut, wenn Ausstellungen verglichen werden – und wir werden hier nicht schlecht abschneiden.“

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