Die Klassik-Woche der Super-Stars

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© REUTERS/Ana Martinez

Die Klassik-Woche der Super-Stars

Nur vier Vorstellungen singt der deutsche Top-Tenor Jonas Kaufmann diese Saison an der Wiener Staatsoper. Ab Montag, 17.1. ist er als träumerischer, suizidgefährdeter Werther in Massenets gleichnamiger Goethe-Oper zu sehen. Sophie Koch ist seine Partnerin als Charlotte. Sie war es auch in einer exemplarischen Pariser Produktion, die auf DVD zu erleben ist.

Anna Netrebko
Ihre Fans sollten nicht enttäuscht sein. Im Stabat mater hat sie nur eine einzige große Solonummer. Bei Rossinis Werk ist die Netrebko Dienstag im Wiener Konzerthaus gemeinsam mit drei guten Partnern zu hören. Im April kommt sie dann mit Elina Garanca zu Donizettis Anna Bolena in die Staatsoper. Ein Aviso: Die sommerliche Gala der Netrebko mit Kaufmann und Erwin Schrott (am 6. August) musste wegen des enormen Publikumsinteresses in die große Wiener Stadthalle verlegt werden.

Ildebrando D’Arcangelo
Zuletzt war er in der Staatsoper als Don Giovanni zu sehen. Jetzt singt D’Arcangelo ab Mittwoch in einer musikalischen Neueinstudierung von Cosi fan tutte viermal den Guglielmo. Publikumsliebling Daniela Fally ist die Despina. Am Dirigentenpult ein junger Debütant, Jérémie Rhorer, der vor allem in Frankreich als Mozart-Spezialist gilt.

Anne Sofie von Otter
Die fabelhafte schwedische Mezzosopranistin kennt keine Grenzen. Sie singt Kurt Weill und Rosenkavalier, Crossover und Modernes. Jetzt kehrt sie mit einer großen Barockrolle nach Wien zurück. In Rameaus Castor et Pollux singt sie ab Donnerstag im Theater an der Wien sechsmal die Phébé. Dirigent Christopher Rousset, ein Spezialist, kommt mit seinem eigenen Orchester Les Talens Lyriques. Die Aufführung ist ein Muss für Originalklang-Fetischisten.

Nikolaus Harnoncourt
Er wird diesmal nicht dabei sein. Freitag beginnt die alljährliche Salzburger Mozart-Woche rund um den Geburtstag des Komponisten mit einem Auftritt des Wiener Concentus Musicus. Statt dessen Chef dirigiert Ivor Bolton. Auch ein Salzburger Konzert der Wiener Philharmoniker am 26. Jänner hat Harnoncourt wegen Überlastung abgesagt. Da wird er von Herbert Blomstedt vertreten.

Autor: Karl Löbl
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