Die Opernwelt schaut heute auf Salzburg

"Il trovatore"

Die Opernwelt schaut heute auf Salzburg

„Es ist ganz einfach, Il trovatore auf die Bühne zu bringen“, sagte Enrico Caruso. „Man braucht nur die vier besten Sänger der Welt.“ Die dürfte man in Salzburg haben, wo heute Verdis von Ohrwürmern nur so strotzender Geniestreich um Zigeuner-Verbrennung und Kinder-Verhexung Premiere hat. Wiewohl dem Liebespaar Manrico und Leonora, in Salzburg ruhmreich besetzt mit Francesco Meli und Anna Netrebko, in München mit Jonas Kaufmann und Anja Harteros schon Konkurrenz erwächst.

Bariton
Konkurrenzlos ist die Salzburger Besetzung des baritonalen Conte di Luna mit dem Jahrhundertsänger Plácido Domingo, auch die Zigeunerin Azucena verspricht in Gestalt von Marie-Nicole Lemieux höchste Qualität. Am Pult steht Daniele Gatti. Der lettische Meisterregisseur Alvis Hermanis siedelt die Oper im Museum an. „Da hängen lauter alte Meister, die lebendig werden. Ganz wichtig sind die Madonnenbildnisse aus dem 15. und 16. Jahrhundert, sie weisen auf die Zigeunerin Azucena, die versehentlich ihren Sohn ins Feuer warf und den Troubadour Manrico, den Sohn des Grafen, als ihr Kind aufzog.“

Marx Brothers
Dass die Story des Trovatore nicht ernst genommen wird, findet Domingo ungerecht: „Alle halten das Libretto für blöd, weil die Marx Brothers sich im Film A Night at the Opera lustig darüber gemacht haben. Das ist eine tolle, dramatische Geschichte, in der sehr viel passiert.“ Und Netrebko: „Die Musik ist wunderbar, aber so schwierig, dass ich mich kaum bewegen kann, wenn ich singe.“

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