18. Dezember 2008 10:08
© AP Photo/ Jeff Zelevansky
Ganz Österreich im AC/DC-Fieber. Gestern um 9 Uhr startete der Vorverkauf
für das Open-Air -Konzert am 24. Mai 2009 im Wiener Ernst-Happel-Stadion.
Keine 50 Minuten später waren alle 54.000 Tickets restlos ausverkauft. Und
das, obwohl die Webserver der Tickethotlines aufgrund der enormen Nachfrage
zeitweise sogar zusammenbrachen und pro Käufer ohnedies nur vier Tickets
erhältlich waren.
Seit Robbie Williams (2006) gab es in Wien keinen derartigen Run auf
Konzert-Karten. Wie groß das Interesse an den Hardrock-Göttern ist,
verdeutlicht ein Blick auf eBay. Dort gingen um 12.16 Uhr drei
Stehplatz-Tickets für unglaubliche 899,90 Euro weg. Auch bei den Auktionen
schlagen die begehrten Karten längst mit über 400 Euro zu Buche – bei 44
Bietern und einer Restzeit von neun Tagen.
Salonfähig
Das Phänomen AC/DC ist schnell erklärt: Seit 1973
mischen Gitarrist Angus Young (Markenzeichen: Schuluniform) und seine Mannen
mit brachialem Blues-Boogie-Hardrock-Gemix die Musikszene auf. So simpel wie
das Musikrezept (Kritiker bemängeln die Dauerwiederholung dreier Akkorde),
so groß ist der Erfolg. Mit Gassenhauern wie Hells Bells, For Those About To
Rock oder Thunderstruck erklärte das australische Quintett den Heavy Metal
für salonfähig – selbst auf heimischen Hitradios. 200 Millionen verkaufte
CDs sprechen für sich.
Zusatzkonzert
Anders als etwa Queen verkrafte man sogar den Tod
des charismatischen Sängers (Bon Scott, 1980), um mit „Ersatzmann“ Brian
Johnson noch größere Rekorde zu brechen. Black Ice, die aktuelle
Comeback-CD nach achtjähriger Schaffenspause, ging in gleich 29 Ländern auf
Platz eins. Natürlich auch in den Austria-Top-40, wo man in der achten
Wertungswoche noch immer auf Platz 7 rangiert.
„Unser Sound war nie zeitgemäß und ist deshalb nicht umzubringen“, kennt
Young das Erfolgsgeheimnis. Der Wiener Veranstalter LSK denkt schon an ein
Zusatzkonzert.
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