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Die letzte Opern-Premiere 2014

Kultur

Die letzte Opern-Premiere 2014

Rigoletto gehört mit Il trovatore und La traviata zum Dreigestirn der mittleren Opern, mit denen Verdi seinen Weltruhm begründete. Die Geschichte vom buckligen Hofnarren des lüsternen Herzogs von Mantua, der für den Tod seiner geliebten, vom Duca verführten Tochter Gilda verantwortlich ist, hat Verdi mit seinen schönsten Melodien ausgestattet.

Premiere. Morgen feiert das Meisterwerk Premiere an der Staatsoper. Regie führt Pierre Audi, die musikalische Leitung liegt in den Händen des Südkoreaners Myung-Whun Chung. Die Besetzung der männlichen Hauptrollen ist exzeptionell: Der gefeierte englische Bariton Simon Keenlyside singt den Rigoletto, der Startenor Piotr Beczala den Herzog.

Frauenheld. „Der Duca ist obligatorisch für einen Tenor, er war auch eine von ­Pavarottis Lieblingsrollen“, sagt Beczala. „Er ist ein ­Frauenheld und gilt als ­oberflächlich, aber er ist wie Don Giovanni eine verlorene Seele auf der Suche nach sich selbst. Wenn er so eindimensional wäre, hätte Verdi nicht diese tollen, musikalisch ganz unterschiedlichen Szenen für ihn geschrieben.“ Und: „Mein Lieblingsakt ist der dritte mit dem Schlager La donna è mobile und dem Schlussquartett, das eigentlich eine Tenor-Arie mit dreistimmiger Begleitung ist.“

Freiheit. Simon Keenlyside resümiert: „Wie immer bei Verdi und auch bei Mozart geht es um die menschliche Freiheit – und wie wir damit umgehen.“ Rigoletto wird in ORF 2 übertragen.

E. Hirschmann-Altzinger

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