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Duell der Super-Diven

Konzert-Kritik

Duell der Super-Diven

Die römische Primadonna assoluta Cecilia Bartoli und die argentinischen Starcellistin Sol Gabetta befinden sich auf einer vom Publikum gestürmten Europa-Tournee, die sie auch in den ausverkauften Goldenen Saal des Musikvereins führte. In Dolce Duello (Süßes Duell) versammeln die musikantischen Power-Diven barocke Raritäten von Caldara, Albinoni, Gabrielli, Boccherini und Händel, in denen Stimme und Violoncello in virtuosen Duellen vorgeführt werden.

Latino-Temperament

Begleitet vom furiosen Originalklangensemble Cappella Gabetta unter seinem Konzertmeister Andrés Gabetta, dem Bruder der Cellistin, machen die Ausnahmemusikerinnen mit mitreißendem Latino-Temperament und ansteckender Leidenschaft die in der ­Barockoper so beliebten, mit aberwitzigen technischen Anforderungen gespickten Wettstreite zwischen Sänger und Instrumentalisten zum Erlebnis. Sol Gabetta singt mit dem Cello, das wie eine warme, dunkle menschliche Stimme klingt und ideal zum kostbaren, fliegenden Mezzo-Solitär der göttlichen Römerin passt.

Unter dem Jubel des Publikums gab es vier Zugaben, die vom barocken Fandango über eine Serenata veneziana von Vivaldi und Rossinis stimm­akrobatische Tarantella La Danza bis zum augenzwinkernden Schmachtfetzen Non ti scordar di me von Ernesto de Curtis reichte. Ovationen.

E. Hirschmann

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