Durch Öl zum Killer:

Oscarverdächtig

© Ghoulardi Film

Durch Öl zum Killer: "There will be Blood"

Schwer, bedrückend und düster: Dies sind die drei Schlagworter, die Cineasten und Filmkritiker dem oscarnominierten Film zusprechen. Nach der Vorlage von Upton Sinclairs Roman "Oil!" erschuf Regisseur Paul Anderson ("Magnolia") ein dreistündiges und verbittertes Epos, welches von dem Zuseher zwar enormes Sitzleder abverlangt, allerdings mit jede Menge Energie und wunderschöner Bilder überrascht. Der Film ist oscarnominiert - zu Recht. Für den Mainstream ist er nicht unbedingt konzipiert, allerdings besticht er durch Optik, Handlung und dem unfassbar genialen Spiel der Darsteller - allen voran Daniel Day-Lewis, ein weiterer Anwärter auf den Oscar für die männliche Hauptrolle. Auch auf der Berlinale wurde der Film gezeigt.

Öl!
Der amerikanische Traum erhält in "There will be Blood" eine neue Ausrichtung. Um die Jahrhundertwende ist Daniel Plainview (Daniel Day-Lewis) wie tausende andere Amerikaner auf der Suche nach Rohstoffen. Seiner Beharrlichkeit verdankt er, dass er in einem alleine gegrabenen Schacht Silber findet. Von dem neuen Einkommen heuert er eine Gruppe Arbeiter an, mit deren Hilfe ein neuer, viel größerer Schacht gegraben wird.

Wohlstand und Gier
Tatsächlich: Irgendwann stoßen die Männer auf Öl. Dieser glückliche Umstand macht ihn zu einem erfolgreichen Unternehmer. Das schwarze Gold hat einen ganz besonderen Reiz. Der Rohstoff hat viele zu Freunden und zu Feinden gemacht, ist er doch die wichtigste Quelle für materielles Glück im gebeutelten Westen Amerikas. Die Suche nach mehr treibt Daniel immer weiter. Er beschließt, weitere Erdölvorkommen zu suchen, was ihm auch gelingt.

Korruption
Sein Geschäft treibt seltsame Blüten: Daniel fängt an, getrieben von seinen gierigen Instinkt, die Farmbevölkerung übers Ohr zu hauen. Die Bekanntschaft mit dem Priester Eli (Paul Dano) und Fletcher (Cirián Hinds), aus dem Dorf, treibt Daniel dazu, mehr oder weniger die gesamte Gegend rund herum aufzukaufen - denn genau auf dem Grund und Boden sollen riesige Erdölfelder liegen. Dies tut er in der Absicht, eine Pipeline zum Meer zu bauen. Anfangs reagieren die Bewohner skeptisch, doch als das Geschäft zu blühen beginnt, fangen sie an, ihm zu vertrauen. Nur Eli wehrt sich gegen die zunehmende Vereinnahmung Daniels. Ein massiver und eiskalter Streit zwischen dem Atheisten und dem Geistlichen beginnt zu eskalieren.

"There will be Blood": Ab 14. Februar im Kino. Mit Daniel Day-Lewis, Paul Dona, Kevin J. O'Connor, Ciarán Hinds. Drama, 158 Minuten

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