Enkel lässt Miro-Werke versteigern

Für Flüchtlingshilfe

Enkel lässt Miro-Werke versteigern

Insgesamt 28 Werke des spanischen Künstlers Joan Miro sollen am Donnerstag bei Christie's in London versteigert werden, um mit dem Erlös weltweit Flüchtlingen zu helfen. Er stifte seine Sammlung, weil
er das Gefühl habe, sein Großvater hätte dies genauso getan, "wenn er noch am Leben wäre", sagte Miros Enkel Joan Punyet Miro der Nachrichtenagentur AFP.

Im Sinne des Künstlers
Sein Ende 1983 verstorbener Großvater habe selbst einige harte Zeiten durchgemacht, so Punyet. "Er wusste, was Hunger bedeutet, war während des Spanischen Bürgerkriegs im Exil, durchlitt den Zweiten Weltkrieg und kannte die Trostlosigkeit von Flüchtlingslagern", sagte er weiter. Miro habe stets den "Benachteiligten, den Flüchtlingen und Verbannten" helfen wollen.

Christie's hofft auf einen Erlös von 50.000 Euro zugunsten des Roten Kreuzes. Die internationale Organisation soll das Geld ausschließlich für die Flüchtlingshilfe einsetzen. Miro hatte selbst gute Gründe, dem Roten Kreuz dankbar zu sein: Nach einem schweren Autounfall im Jahr 1965 rettete ein Arzt der Hilfsorganisation das Bein seines einzigen Kindes - Punyets damals 34-jähriger Mutter.

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