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Berlin feiert

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Europa-Premiere von "Operation Walküre"

Wichtiges Ereignis und freundlicher Applaus

"Wir haben wirklich von diesem Abend geträumt", sagte der 46-jährige Hollywoodstar am 20.1. bei der Europapremiere seines Stauffenberg-Films "Operation Walküre" in Berlin. Als "Ehre" bezeichnete er es, den deutschen Widerstandskämpfer und Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg zu spielen. Entsprechend respektvoll gingen Cruise, US-Regisseur Bryan Singer ("Superman Returns") und die internationale Filmcrew mit diesem wichtigen Kapitel deutscher Geschichte um. Das Publikum im Theater am Potsdamer Platz zollte ihnen dafür Anerkennung - keine begeisterten Bravorufe oder enttäuschte Buhs, dafür freundlicher Applaus.

Cruise blieb während der Vorstellung
Im dunklen Anzug und mit dezent gemusterter Krawatte war Cruise schon 45 Minuten vor Filmbeginn auf dem roten Teppich erschienen, um seinen Fans Autogramme zu geben. Anders als bei Premieren sonst üblich, verschwand der Hauptdarsteller später dann auch nicht unauffällig aus dem Saal, als das Licht ausging. Zusammen mit den anderen Schauspielern blieb Cruise im Kino, um die deutsche Fassung des Films zu sehen. Seine Ehefrau Katie Holmes saß neben Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU), ein paar Plätze weiter Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD).

Berlinale-Location
Für "Operation Walküre" war das riesige Theater am Potsdamer Platz geöffnet worden, wo am 5. Februar die Berlinale eröffnet wird. Im Saal wurden auch Mitglieder der Stauffenberg-Familie begrüßt. Stauffenbergs Enkel Philipp von Schulthess lobte den Hollywood-Film und sagte, es sei wichtig, dass die Geschichte einem internationalen Publikum erzählt werde.

Amerika bekommt neues Bild von Widerstand
Im Rampenlicht standen neben Cruise Darsteller wie Carice van Houten, Christian Berkel und Thomas Kretschmann. Van Houten kam mit mit ihrem Freund Sebastian Koch, der für die ARD auch schon einmal Stauffenberg gespielt hat. "Der Film tut Deutschland in Amerika einen großen Dienst", sagte Kretschmann, der Hitlers treu ergebenen Major Otto Ernst Remer spielt. In den USA werde er meistens gefragt, ob er vor den Dreharbeiten überhaupt vom 20. Juli 1944 gewusst habe. Dort hätten "die wenigsten" schon von dem Widerstand gegen Hitler gehört.

Wetten, dass...? Cruise ist dabei
Am 24.1. sind Tom Cruise und Christian Berkel - der Stauffenbergs Verbündeten Albrecht Ritter Mertz von Quirnheim spielt - zu Gast in Thomas Gottschalks "Wetten, dass..?"-Sendung in Offenburg. An diesem Donnerstag startet "Operation Walküre" in den österreichischen Kinos.

ORF Programmschwerpunkt zu Walküre

"Menschen & Mächte spezial"-Dokumentation "Operation Walküre" am Donnerstag, 22. Jänner 2009, um 23.00 Uhr (ORF 2):
Hintergründe und Ursachen des geplanten Attentats auf Hitler. Die Dokumentation versucht mit Hilfe von Zeitzeugen, den Werdegang des Haupttäters Claus Schenk von Stauffenberg nachzuvollziehen. Zahlreiche Augenzeugen, die sich zu diesem Thema erstmals öffentlich äußern, zeichnen so in Zusammenarbeit mit der offiziellen Deutschen Widerstandsstiftung ein fesselndes Bild der Geschehnisse des 20. Juli 1944. Andrea Lehner hat den Film von Jean-Pierre Isbouts deutsch bearbeitet.

"euro.film" am Freitag, 23. Jänner, um 22.25 Uhr (ORF 2)
Dakapo von Jo Baiers hochkarätiger Historienverfilmung "Stauffenberg" mit Sebastian Koch in der Rolle des Widerstandskämpfers. Ö1-Filmexperte Hans Langsteiner führt ein Interview mit Bryan Singer, dem Regisseur von "Operation Walküre". Zu hören ist das Gespräch am 23. Jänner ab 21.45 Uhr in Ö1 im Rahmen von "Synchron - das Filmmagazin"

Fotos: (c) AP

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