Gerald Matt muss draußen bleiben

Kunsthalle

Gerald Matt muss draußen bleiben

In der Causa "Kunsthalle Wien" geht es jetzt Schlag auf Schlag. Kunsthallen-Direktor Gerald Matt wird in seiner von der Wiener Stadtregierung beschlossenen dreimonatigen Dienstfreistellung ab 1. Jänner 2012 "auf Ressourcen der Kunsthalle nicht zugreifen". Dies unterstreicht der interimistische Leiter Franz Patay gegenüber der Tageszeitung "Kurier" (Dienstagsausgabe). Der wegen angeblich missbräuchlicher Nutzung von Kunsthallen-Ressourcen kritisierte Matt werde weder sein Handy benutzen noch sein Büro betreten, so Patay. Matt werde jetzt noch seine in dieser Zeit anstehenden Projekte so weit vorbereiten, dass diese ohne ihn funktionieren.

Zwei Prüfaufträge bereits ausgeschrieben
Patay hat inzwischen zwei Prüfaufträge ausschreiben lassen, um die Umwandlung der Kunsthalle in eine GmbH sowie die diversen Vorwürfe gegen Matt zu durchleuchten. Wie weit man die von der Kunsthalle bereits präsentierten, Matt entlastenden Berichte zurückgreifen könne, werde man im Sinne der Zeit- und Kostenersparnis prüfen.

Matt wird am 1. Jänner dienstfrei gestellt
Matt wird von 1. Jänner bis 31. März 2012 dienstfrei gestellt, während dieser Zeit übernimmt Kunsthaus-Geschäftsführer Patay interimistisch auch die Geschäftsführung der Kunsthalle. Matt wird u.a. vorgeworfen, er habe Mitarbeiter der Kunsthalle für einen privaten Auftrag des Parlaments sowie drei von ihm kuratierte Ausstellungen in New York eingesetzt. Auch hohe Handy- und Reiserechnungen, die Verrechnung privater Dienstleistungen wie etwa Urlaubsreisen über die Kunsthalle sowie eine laxe Spesenregelung werden ihm angelastet.

Künftig Leitungsduo für Kunsthalle verantwortlich
Als Folge der Aufregungen der vergangenen Monate wird die Kunsthalle Wien von einem Verein in eine gemeinnützige GmbH mit achtköpfigem Aufsichtsrat umgewandelt und ins Eigentum der Stadt Wien überführt. Künftig ist für die Kunsthalle ein gleichberechtigtes Leitungsduo aus kaufmännischer und künstlerischer Geschäftsführung geplant, das nach dem Vier-Augen-Prinzip arbeiten soll. 51 Bewerbungen sind schon eingegangen.


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