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Nacht-Kritik

"Hamlet"-Marathon dauert sechs Stunden

Shakespeares berühmtestes Drama Hamlet in einer Neuinszenierung am Burgtheater ist naturgemäß etwas Besonderes. Die riesenhafte, rätselhafte Meistertragödie des unsterblichen Elisabethaners über den melancholischen Dänenprinzen, der zur Rache aufgerufen wird und so lange zögert, bis es zu spät ist, dauert in Andrea Breths kluger, düsterer, texttreuer, fast ungekürzter Inszenierung knapp sechs Stunden, ist aber keinen Moment zu lang.

Verletzung
Der Berliner Theaterstar August Diehl brillierte in Martin Zehetgrubers finsterem Bühnenbild als traumtänzerischer Titelheld, der die Hälfte der 4.000 Verse zu sprechen hat. Und das, obwohl der weltbekannte Quentin-Tarantino-Schauspieler (Inglourious Basterds) an einer „schmerzhaften Fersenverletzung“ laboriert, wie Breth am Samstag vor der Premiere ankündigte.

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Autor: Elisabeth Hirschmann
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