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Maier:

Eisiges Abenteuer

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Maier: "Ich bin topfit für den Südpol"

Diese Woche wird es ernst. Das österreichische Expeditionsteam für die ORF-Eventdoku Wettlauf zum Südpol fliegt ab. Doch die erste Etappe legen Ski-Olympiasieger Hermann Maier (37) und Ö3-Mikromann Tom Walek (38) getrennt zurück. Doch kein Streit ist dafür der Grund: Maier hat als individuellen Anreisetermin nach Kapstadt den 6. Dezember gewählt, Walek fliegt am 7. Dezember.

Countdown
In der südafrikanischen Millionenstadt trifft das ORF-Team auf die ZDF-Konkurrenz: Moderator Markus Lanz, Extremsportler Joey Kelly sowie zwei deutsche Kandidaten. Hier haben die Kandidaten – im Team marschieren auch die Tiroler Soldatin Sabrina Grillitsch (27) und der Steirer Alex Serdjukov (38) – die letzte Chance, sich für ihr Abenteuer zu rüsten. "Hier müssen die Wettkämpfer Lebensmittel einkaufen und erste Entscheidungen treffen: mehr Essen bedeutet mehr Gewicht, das sie in ihren Schlitten ziehen müssen“, verrät Universum-Chef Walter Köhler, der das Projekt im ORF betreut, in TV-AUSTRIA.

Maiers Wachs
Essen war auch bei den Vorbereitungen für Hermann Maier das zentrale Thema – neben dem optimalen Material. "Der Hermann ist voll in seinem Element. Seine größten Sorgen waren, dass das Essen reicht und dass der Ski richtig läuft. Wochenlang hat er zu Hause Wachs und Kanten getestet“, so Walek zu TV-AUSTRIA. "Das Um und Auf ist, dass man gegen die extreme Kälte gerüstet ist“, weiß Maier (s. Interview).

Weihnachten im Eis*
Am 9. Dezember geht es mit einer klapprigen Iljuschin (Militärmaschine) zur Forschungsstation Novo. Und vier Tage vor Weihnachten fällt die Startflagge zu dem 400-Kilometer-Wettlauf bei minus 40 Grad – im Februar läuft die Event-Doku im ORF.

"Ich bin topfit für den Südpol"

Hermann Maier im ÖSTERREICH-Interview über seinen Pol-Trip.

 

TV-AUSTRIA: Herr Maier, am Montag brechen Sie in Richtung Antarktis auf, wie sehen Ihre letzten Vorbereitungen aus?

Hermann Maier: Ich stelle meine Ausrüstung zusammen, richte alles her, was man da unten so braucht. Das Um und Auf ist, dass man gegen die extreme Kälte gerüstet ist. Bis zum Schluss versuchst du, dich ideal vorzubereiten. Bei so einem Abenteuer musst du bestens präpariert sein, da du vor Ort wenige Möglichkeiten hast, dich zurückzuziehen. Dir bleibt nur dein Zelt.

TV-AUSTRIA: Was reizt Sie so am "Wettlauf zum Südpol“?

Maier: Es ist für mich ein willkommenes Abenteuer. Das ist kein Winterurlaub, wo jeder hinfahren kann. Trotzdem hat es mit Ski und Schnee zu tun. Du kommst in eine Gegend, in die du normalerweise nicht kommst. Expeditionen zum Südpol sind sehr selten. Einmal am weitesten weg zu sein, eine Gegend zu erkunden, wo noch nicht viele waren, das ist der Reiz.

TV-AUSTRIA: Fühlen Sie sich körperlich der Herausforderung gewachsen?

Maier: Es geht mir wirklich gut, ich bin topfit. Seit ich das Trainingspensum zurückgeschraubt habe, sind die Schmerzen weg.

TV-AUSTRIA: Es wird auch ein Kältetest, mit welchen Temperaturen rechnen Sie?

Maier: Der Kälterekord liegt bei minus 69 Grad. Aber so schlimm wird’s hoffentlich nicht werden. Ich rechne mit Temperaturen bis zu minus 40. Ich bin Abfahrten bei minus 31 Grad gefahren. Der Unterschied ist: Im Weltcup kannst du in die warme Stube gehen. Am Südpol gibt’s leider keine warme Dusche.

Autor: Walter Unterweger
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