Hotel Savoy: Premiere im Volkstheater

Resignation und Revolution

Hotel Savoy: Premiere im Volkstheater

Menschen im Hotel. Diesmal nicht von Vicki Baum, sondern von Joseph Roth, nicht in Berlin, sondern in Lodz, und nicht in den goldenen 1920er Jahren, sondern kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Im "Hotel Savoy" versammeln sich Kriegsheimkehrer und Kriegsgewinner, Aufsteiger und Absteiger, Bettler und Millionäre, Resignierte und Revolutionäre. Die alte Ordnung existiert nicht mehr, eine neue ist erst im Entstehen. Mit der von Koen Tachelet erstellten Bühnenfassung des 1924 erschienen Romans eröffnete Johan Simons 2010 seine Intendanz an den Münchner Kammerspielen.

Freitag, Abend hatte die Österreichische Erstaufführung im Wiener Volkstheater Premiere.

Diashow "Hotel Savoy": Premiere im Volkstheater

"Hotel Savoy" im Volkstheater

Freitag Abend hatte die Österreichische Erstaufführung im Wiener Volkstheater Premiere.

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Freitag Abend hatte die Österreichische Erstaufführung im Wiener Volkstheater Premiere.

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Bühnenbildner Damian Hitz hat eine finstere, hohe Hotelhalle gebaut, Sinnbild und Metapher für eine Welt, in der das Licht der Hoffnung noch kaum erkennbar ist. Ein Lift ist nicht nur Symbol der Aufstiegsmöglichkeiten, denn direkt unter dem Dach hausen die armen Schlucker, geduldet vom geheimnisvollen, verschlagen wirkenden Liftboy Ignatz (einmal mehr überaus prägnant: Marcello de Nardo), der für offene Zimmerrechnungen die Koffer der Gäste pfändet. Im Erdgeschoß befindet sich dagegen ein Stolleneingang, der in unbekannte Tiefen führt.

Regisseur Ingo Berk lässt das zahlreiche Personal an diesem Durchgangsort zwischen dem chaotischen Osten und dem goldenen Westen aus allen Richtungen auftauchen. Rainer Frieb darf verschiedene Spielarten von Industriellen vorzeigen, vom geizigen Phöbus Böhlaug bis zum Tycoon Henry Bloomfield, der von den Hoffnungslosen als "der liebe Gott" verehrt wird. Andrea Bröderbauer verleiht der Varieté-Tänzerin Stasia eine Aura der Unschuld. Thomas Kamper, Thomas Bauer, Arne Gottschling und Susa Meyer gestalten die unterschiedlichsten Randfiguren, Matthias Mamedof verkörpert nicht nur als "Lotterieträumer" Hirsch Fisch den Traum von einem besseren Leben, sondern bietet in einem Stakkato an Kurzauftritten vom Kinobetreiber bis zum Magnetiseur echte Kabinettstücke.

Im Zentrum des eindreiviertelstündigen, etwas unübersichtlichen Treibens steht jedoch Dominik Warta als Heimkehrer Gabriel Dan. Er ist nach drei Jahren russischer Kriegsgefangenschaft auf der Durchreise Richtung Westen, in der Hoffnung, sich von seinem Onkel Phöbus Böhlaug das Reisegeld borgen zu können. Kraftlos und desillusioniert ist er hin- und hergerissen zwischen den unterschiedlichsten Verlockungen, ein Sinnbild der Zeitenwende und eine starke Leistung. Doch nicht mit ihm, sondern mit seinem Kriegskumpel Zwonimir Pansin zieht die neue Zeit. Christoph F. Krutzler zeigt ihn als Mann der Tat, die rote Fahne in der Hand, immer eine rasche Antwort auf den Lippen.

Am Ende regiert die Gewalt und die Revolution zieht ins Hotel. Das Publikum, das kurz zuvor noch von den Papierschnitzeln einer großen Konfetti-Bombe beregnet wurde, wird durch die Hitzewelle einer gewaltigen Explosion aufgeschreckt. Höflicher, doch etwas ratlos wirkender Applaus.

Details:
"Hotel Savoy" von Joseph Roth, Österreichische Erstaufführung der Fassung von Koen Tachelet, Regie: Ingo Berk,
Bühne: Damian Hitz,
Kostüme: Karin Jud,
Musik: Patrik Zeller,
Volkstheater Wien,
Nächste Vorstellungen: 20., 30.3., 3., 4.4.,
Karten: 01 / 52111 / 400, http://www.volkstheater.at)

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