Jetzt kommt Bond!

Dreh

© Sony, Mühlanger

Jetzt kommt Bond!

Ab Dienstag, 18 Uhr sind wir Bond! Da rast Daniel Craig (40) in einem Volvo und nicht in seinem legendären Aston Martin durch die Marktgasse in Feldkirch. Insgesamt 12 Stunden Dreharbeiten sind heute Nacht für die knapp ­30-sekündige Sequenz anberaumt und Craig ist dabei die ganze Zeit vor Ort! Zum zweiten Mal nach 1986 – da stand Timothy Dalton für Der Hauch des Todes in Wien u. a. im Volkstheater und vor dem Riesenrad vor der Kamera – hat Regisseurin Barbara Broccoli für den 22. Bond-Film Quantum of Solace wieder Österreich als 007-Schauplatz auserkoren. „Wir verfolgen bei den Bond-Filmen die Tradition, den Zuschauern die interessantesten und schönsten Plätze der Welt zu zeigen. Unsere Drehbuchautoren haben Fotos von der Opernkulisse in Bregenz ge­sehen, und das hat sie dazu inspiriert, eine Szene für den Film zu schreiben“, erklärt Broccoli.

Zehn Tage in Bregenz
Nach Feldkirch zieht der insgesamt 250 Mann starke Bond-Tross schon Mittwoch früh weiter in Richtung Bregenz. Bis zum 9. Mai stehen dann auf der Seebühne mindestens vier, bei Schlechtwetter sogar bis zu acht Drehtage an. Bond wird dabei zum ersten Mal in der Filmreihe eine Opernaufführung (Tosca) besuchen. „Dabei ist eine heftige Verfolgungsjagd durch das Festspielhaus, möglicherweise auch über das Dach vorgesehen“, verrät Festspiel-Direktor Franz Salzmann die ersten Details. Dafür wurde eigens ein Steg gebaut, der vom Publikumsbereich auf die Seebühne führt. Salzmann: „Das Tosca-Bühnenbild selbst wurde bis auf eine kleine Ecke nicht verändert.“ Für den Bond-Dreh wurde sogar ein spezielles Programm-Heft gedruckt.

Craig kommt per Speedboot
Nur mit der Detail-Treue hält man es dabei aber nicht so genau. Wurde schon Bonds Ankunft am Bregenzer Flughafen in einem Londoner Studio gedreht, so muss heute Nacht auch die Marktgasse in Feldkirch als Bregenz-Double herhalten. „Feldkirch soll sozusagen die Schokoladenseite von Bregenz zeigen“, erklärt Bond-Produktions­manager Leonhard Gmür.

Bond-Mime Daniel Craig selbst ist dieses Feldkirch-Bregenz-Verwirrspiel sichtlich zu viel, hat er sich doch für seinen insgesamt 11-tägigen Austro-Dreh gleich im Hotel Bayerischer Hof im deutschen Lindau einquartiert und soll – typisch Bond – mit dem Speedboot quer über den Bodensee zu den jeweiligen Dreharbeiten fahren.

Rigorose Vorkehrungen
Für den Dreh in Bregenz, wo neben Craig auch Bond-Girl Olga Kurylenko und Bösewicht Mathieu Almaric vor der Kamera stehen werden, herrschen rigoroseste Sicherheitsvorkehrungen. Während der Dreharbeiten, für die täglich 16 Stunden anberaumt sind, werden der See und der Luftraum über der Seebühne für Bond gesperrt. Und auch für die insgesamt 1.500 Austro-Komparsen gibt es strikte Anweisungen: Sie müssen Geheimhaltungsvereinbarungen unterschreiben und müssen Handys sowie Kameras am Eingang abgeben. Daniel Knapp, Location Manager Austria:„Bond-Videos aus Österreich wird es auf YouTube nicht spielen, denn die Strafen sind empfindlich hoch!“

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