Jubel für die neue Solotänzerin

Horner tanzt John Neumeier

Jubel für die neue Solotänzerin

Ballett

US-Starchoreograf John Neumeier beglückte seine zahllosen Wiener Fans mit einem zweiteiligen Ballettabend zu Ehren von Vaslaw Nijinsky an der Staatsoper. Le pavillon d’Armide zur Musik von Nikolai Tscherepnin, in dem Nijinsky 1909 in Paris den Slaven getanzt hatte, erzählt von den Fantasien des schizophrenen Tänzers im Schweizer Sanatorium Bellevue. Mihail Sosnovschi beeindruckte als charismatischer Jahrhunderttänzer.

Aggressiv

Nach der Pause dann Le sacre, eine Neuinterpretation von Nijinskys Choreografie Le sacre du printemps zur Musik von Igor Strawinski, die bei ihrer Uraufführung 1913 in Paris ein Riesenskandal war. Zu Strawinskis aggressiven, pochenden, dissonanten, schneidend-scharfen Rhythmen, kongenial dirigiert von Michael Boder, brillierte die hinreißende dunkelhäutige Tänzerin Rebecca Horner im finalen, atemberaubenden Opfer-Solo. Nach Begeisterungsstürmen des Publikums wurde die vulkanische Virtuosin endlich zur Solotänzerin des Wiener Staatsballetts ernannt.

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