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Rossini-Oper

© Volksoper

"Junge Leute werden anspringen"

Wenn sich heute Abend an der Volksoper der Vorhang zur Premiere von Rossinis Barbier von Sevilla hebt, richtet sich das Hauptaugenmerk auf Daniela Fally, die ihr Rollendebüt als Rosina feiert. Die junge attraktive Koloratursopranistin, die jüngst an der Staatsoper als Zerbinetta brillierte, gehört zu den größten heimischen Gesangstalenten. Wie sieht sie die Rosina? „Sie ist durchtrieben, sehr gewieft, ein freches Ding, ein bisschen ein Luder, das ganz genau weiß, wie sie bekommt, was sie will“, sagt Daniela Fally.

Dem Regisseur Josef Ernst Köpplinger streut sie Rosen: „Ich denke, dass Leute, die Musical-Elemente und Effekte lieben, und vor allem auch junge Leute darauf anspringen werden. Die Inszenierung ist schmissig, und das ist gut so, weil Rossinis Musik ja auch schmissig ist.“

Der Dirigent
Am Pult dieser Produktion agiert Karel Mark Chichon. Der aus Gibraltar stammende international renommierte Dirigent und Ehemann der in Wien lebenden Mezzosopranistin Elina Garanca weiß es zu schätzen, „wenn ich einmal quasi zu Hause arbeiten kann und nicht jeden Abend Koffer packen muss“.

Zukunft
Nächstes Jahr wird der sympathische 37-Jährige den Barbier auch an der Wiener Staatsoper leiten. Ebenfalls 2009 avanciert er zum Chef des aufstrebenden lettischen Symphonieorchesters – ein lockendes Angebot aus Sevilla hat er abgelehnt, „weil in den baltischen Staaten jetzt sehr viel Geld in Kultur investiert wird. Da ist die Zukunft.“

„Der Barbier von Sevilla“: Wiener Volksoper, 19 Uhr, Tel.: 01/51444-7880.

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