„Nanga Parbat"

„Nanga Parbat"

Karl Markovics: Hauptrolle in Berg-Drama

„Ich komme über das Basislager nicht hinaus und werde auch nicht wirklich als Alpinist gefordert“, sagt Karl Markovics. Gleichwohl hat der Fälscher-Star eine zentrale Rolle im Filmprojekt Nanga Parbat, das Regisseur Josph Vilsmaier (Schlafes Bruder) im Jänner 2010 ins Kino bringen will.
Alpinist
Markovics spielt den Expeditionsleiter Karl Herligkoffer, der 1970 eine große Himalaja-Fahrt mit Reinhold und Günther Messner organisierte.
Streit
Die Extremtour endete mit der Erstbesteigung des 8.125 Meter hohen Nanga Parbat über die Rupalwand. Zugleich löste sie den „wohl hässlichsten Streit in der Geschichte des Alpinismus“ (Süddeutsche Zeitung) aus: Günther Messner kam beim Abstieg ums Leben. Reinhold Messner wurde mit Vorwürfen konfrontiert, er trage Mitschuld am Tod.
Reinwaschung?
Reinhold Messner ist, so sagt er, als „Zuträger und Beobachter“ eng mit dem Filmprojekt verbunden. Deshalb gab es Unkenrufe, die Produktion diene nur zu seiner Reinwaschung.
Zuseher muss entscheiden
Karl Markovics dazu im ÖSTERREICH-Gespräch: „Wenn es so wäre, hätte ich mich nicht leicht getan, zuzusagen. Doch das Drehbuch wurde nicht von Reinhold Messner diktiert. Es gibt eine Vielzahl von Interpretationen – der Zuseher muss selbst entscheiden, welcher er folgt.“
Extrem
Markovics weiter: „Der Film ist auch ein Versuch, zu vermitteln, wie es den Menschen und seine Prioritäten verändert, wenn er so extremen Verhältnissen wie im Himalaja ausgesetzt ist.“
Was ist der Reiz an seiner Rolle?
„Karl Herligkoffer war ein Mann, der in der Nazi-Zeit sozialisiert wurde und dem autoritäre Strukturen naturgegeben schienen. Das brachte ihn in Konflikte mit den jungen Bergsteigern der Messner-Generation.“

Markovics wird ab Mai in München und Matrei/ Osttirol vor der Kamera stehen, wo Studioszenen sowie die Sequenzen des Basislagers gedreht werden. Der Ortler in Südtirol ist schon im April Schauplatz von Kletter-Szenen.

Nanga Parbat
Reinhold Messner (2. v. r.) mit Karl Markovics (Karl Herligkoffer, l.), Volker Bruch (Günther Messner, 2. v. l.) und Florian Stetter (R. Messner, r.).

Foto: (c) dpa

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