30. April 2009 12:34

Cohen-Premieren 

Kino und TV: Borat total

"Borat" Free-TV-Premiere der Sasha Cohen Komödie. Der kasachische Journalist Borat (S. Cohen) reist für eine Dokumentation durch Amerika. Angekommen in New York verliebt sich Borat in Pamela Anderson – ein schräger Roadtrip quer durch die USA beginnt...

Kino und TV: Borat total
© Frank Ockenfels
Kino und TV: Borat total
© Frank Ockenfels

Mit der TV-Satire The Ali G Show wurde Sacha Baron Cohen (37) zum Kult, als quer durch die USA tölpelnder, kasachischer TV-Reporter, Antisemit und Supermatcho Borat zur Weltsensation. 123 Millionen Dollar spielte die geniale Film-Blödelei ein.

Extreme Komik
Der Film wurde zum Skandal, entblößte die amerikanische Gesellschaft als homophob, sexistisch und rassistisch und ärgerte auch Kasachstan bis aufs Blut. Dabei will Reporter Borat in Amerika nur die „Einheimischen“ erforschen. Er verliebt sich in „Jungfrau“ Pamela Anderson und reist quer durch die USA nach Malibu. Er sucht ein Auto mit einem „Pussymagneten“, schwärmt mit volltrunkenen US-Verbindungsstudenten von einer Welt, in der „alle Frauen Sklaven sind“, sucht in einem Waffengeschäft nach „der richtigen Knarre, um Juden zu erschießen“. – und zu guter letzt versucht er Pamela Anderson zu entführen.

Borat goes Brüno
Ab 10. Juli folgt der nächste Kino-Streich: Als schwuler, überdrehter, Nazisprüche klopfender Modereporter aus Österreich Brüno. Amerika steht Kopf: Entertainment Weekly nahm den Film sogar in seine Liste an Sommer-Blockbuster auf. Es warte “ein Großangriff auf die Lachmuskulatur”, so das Magazin.

Wie schlimm wird Austria-Bashing?
Österreich hingegen droht eine so brutale Verunglimpfung, wie sie Kasachstan bei Borat erlebte. Wie schlimm wird das Austria-Bashing? Bekannt bisher: Bruno, der als Tollpatsch die Agatha Ruiz de la Prada-Show bei den Mailänder Modewochen ins Chaos stürzt und gefeuert wird, geht nach Hollywood. Er wolle der berühmteste Österreicher“ seit Adolf Hitler” werden. Ins Visier gerät auch der ORF: Auf Brünos Reporter-Mikro prangt die Aufschrift ÖJRF, „Österreichischer Jungenrundfunk“. Der saloppe Umgang mit Nazi-Gräuel ist eine weitere Trademark: Als er ein schwarzes Baby adoptieren will, beschreibt er eine absurde Filmszene, die er drehen wolle: Darin soll ein Kind ein als Juden verkleidetes Dreijähriges in einer Scheibtruhe zu einer Gaskammer schieben.

Comedy-Star
Nach dem Sensationserfolg mit Borat ist der Britenstar Sasha Cohen, der in New York mit der Schauspielerin Isla Fisher (33) und Tochter Olive (1) lebt, ein Phänomen. Stars wie Madonna und Bono verehren ihn. Cohen selbst lebt sehr zurück gezogen. Was kaum jemand weiß: Er ist praktizierender Jude, war einmal Männermodel – und studierte in Cambridge.


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