Legris: Die erste Ballettpremiere

Kritik

© Wiener Staatsoper/Michael Pöhn

Legris: Die erste Ballettpremiere

Vergnügen für Ballettomanen, Belehrung für alle, die nur gelegentlich stimmlose Opernabende frequentieren. Ein sehenswertes Programm. Juwelen der Neuen Welt nennt der neue Ballettchef, Manuel Legris, seine erste Premiere. Sie bringt Choreografien von Balanchine, Tharp und Forsythe nach Musik von Tschaikowsky, Brahms, Schubert und Strawinsky. Von Balanchine zwei sehr unterschiedliche Arbeiten, die eine (1947) der klassischen Tradition verpflichtet, die andere (Rubine, 1967) eine witzige Kombination traditioneller und freier, amerikanisierter Ballettelemente.

Man erlebt, dass Strawinskys Capriccio (fabelhaft am Klavier: Igor Zapravdin) wie selbstverständlich in tänzerische Bewegung umgesetzt wird. Ähnliches geschieht bei der Forsythe-Choreografie nach Schubert. Solisten und Corps des Wiener Staatsballets exekutieren die unterschiedlichen stilistischen Aufgaben mit Bravour und Präzision. Christoph Eberle und das Orchester bieten den Tänzern musikalischen Rückhalt.
 

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