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TV-Krieg um Life Ball TV-Krieg um Life Ball

Keszler gegen Heinzl

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TV-Krieg um Life Ball

Tagelang jagten zwischen dem ORF, dem Life Ball-Büro und der Chili-Redaktion E-Mails hin und her. Die Vorgaben und Wünsche aus dem Büro von Life Ball-Organisator Gery Keszler wurden immer absurder: Keine Society-Interviews für Chili und Seitenblicke auf dem Red Carpet. TV-Aufnahmen nur bis 20 Uhr. Kein Interview mit Gery Keszler durch Chili-Moderator Dominic Heinzl.

ORF kippt Sondersendungen
Am Donnerstagabend hatte der ORF von den Eskapaden genug. Kurzerhand wurden drei für Sonntag geplante Life Ball-Sondersendungen aus dem Programm gekippt: Heinzl am Life Ball (Teil 1 um 19.25 Uhr, Teil 2 um 23.20 Uhr, jeweils auf ORF 1) und Seitenblicke Spezial (21.50 Uhr, ORF 2). Beide Formate – in Summe rund 60 bis 70 Minuten Programm zur besten Sendezeit – wurden ersatzlos gestrichen. Stattdessen gibt es nur Kurzberichte in Chili und Seitenblicken. Nicht nur dem Life Ball, sondern auch dessen Sponsoren entgeht so wertvolle Fernsehpräsenz (die Live-Übertragung heute Abend ist nicht betroffen).

Dürre Erklärung
„Programmänderung bei der Life Ball-Berichterstattung von Dominic Heinzl und den Seitenblicken am Sonntag“, informierte der ORF knapp.

„Aufgrund kurzfristig geänderter Drehgenehmigungen und einiger nicht gehaltener Abmachungen haben wir uns entschlossen, unser Programm den neuen Rahmenbedingungen anzupassen, um eine für unser Publikum ansprechende Nachberichterstattung zu gewährleisten“, meint ORF-TV-Unterhaltungschef Edgar Böhm.

„Wir kommentieren die Sache vor dem Life Ball nicht weiter, denn wir wollen ihm nicht schaden, er ist dem ORF ein Anliegen“, ergänzt ORF-Kommunikationschef Pius Strobl zu ÖSTERREICH.

Große Überraschung im Life Ball-Büro. Bis Nachmittag war man nicht informiert. „Daher auch kein Kommentar“, so Pressesprecherin Doris Pommerening gegenüber ÖSTERREICH. Dann meldete sich Gery Keszler, bezeichnete die Anschuldigungen des ORF als „Lüge und Machtspiel“. Alles sei schriftlich fixiert. Der Life Ball-Organisator vermutet eine „künstlich aufgeblasene Promotion-Geschichte, um für Dominic Heinzl mehr PR und Quote zu bekommen“.

Konflikt
Hintergrund: Gery Keszler wollte Heinzl schon 2009, damals noch bei ATV, vom Life Ball ausschließen. „Der, der Toleranz predigt, ist intolerant“, wetterte Heinzl damals.

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