Macht sich Ben Stiller über Behinderte lustig?

Aufruhr

© DreamWorks

Macht sich Ben Stiller über Behinderte lustig?

Dieser Film sorgt für Aufsehen in Amerika. Rechtzeitig zum Kinostart der Komödie, scheint der neue Film von Robert Downey Jr. Hollywood-Star Ben Stiller hat mit seinem neuen Film "Tropic Thunder" Ärger mit Behindertengruppen. Mehr als ein Dutzend US-Organisationen riefen zum Boykott der überdrehten Komödie auf, berichtete die "New York Times". Der Film mache sich über Menschen mit geistiger Behinderung lächerlich, kritisieren sie. Regisseur Stiller betonte dagegen, er habe lediglich den Ehrgeiz von Schauspielern auf die Schaufel nehmen wollen.

Veritabler Fauxpas?
Der 42-jährige spielt selbst die Hauptrolle. Er verkörpert einen blasierten, geistig beschränkten Hollywood-Star, der zusammen mit einem Team von Ehrgeizlingen ohne Rücksicht auf Verluste mit einem Vietnam-Film berühmt werden will. In den USA läuft der Streifen am Mittwoch an, in Österreich kommt er am 19. September in die Kinos.

Nach Protesten im Vorfeld hatten die verantwortlichen Studios Paramount und Dreamworks die Behindertenverbände zu Vorab-Vorführungen eingeladen. "Es war noch schlimmer als das abscheuliche Zeug in der Werbung", sagte der Präsident der Amerikanischen Behinderten-Association, Andrew Imparato. Die Studios lehnten Änderungen ab.

Anti-Kriegs-Film
Ein muskelbepackter Actionstar, der gerade ein asiatisches Baby adoptiert hat und ein Komiker, der in seinen Filmen gerne mehrere Rollen übernimmt - das sind zwei der Schauspielstars am Set des Antikriegsfilm "Tropic Thunder", die keine Ahnung haben, dass sie schon bald zu Hauptdarstellern in einem echten Drogenkrieg werden sollen. Auch Robert Downey, Tom Cruise und Matthew McConaughey sind mit von der Partie.

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