02. September 2008 13:44
Andrew Lloyd Webbers Jugendwerk „Joseph and the Amazing Technicolor
Dreamcoat“ hat heute in der Wiener Stadthalle F Premiere.
Musical. Eine Bibelgeschichte rund um den begabten, von seinen Brüdern
verkauften Joseph. Dazu bunte Pop-Songs und eine kindergerechte
Inszenierung: Das ist Joseph, das Musical, das der erst 19-jährige Andrew
Lloyd Webber 1968 komponierte (Text: Tim Rice).
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Alfons Haider im Interview
Von heute bis zum 19. Oktober läuft
die unverwüstliche Show in der Wiener Stadthalle F: Ein Interview mit Alfons
Haider, der alternierend mit Günter Mokesch und Máté Kamarás den Pharao
spielt.
ÖSTERREICH: Wie kann man aus dem kurzen Auftritt des Pharao etwas
herausholen?
HAIDER: Das ist tatsächlich die kürzeste Rolle meines Lebens. Man hat nur
sieben Minuten, um zu brillieren. Aber ich habe eine sehr anspruchsvolle
Rock’n’Roll- Nummer. Und es ist typisch, dafür bekannte Leute zu nehmen –
ich bin das Zuckerl für die Zuschauer.
ÖSTERREICH: Was macht die Rolle reizvoll?
HAIDER: Dass sich dieser Pharao nicht ernst nimmt.
ÖSTERREICH: Der Pharao wird oft als Elvis-Persiflage angelegt.
HAIDER: Bei uns nicht. Ich bin angezogen, wie eine altägyptische Statue,
nach deren Vorbild mein Kostüm gefertigt wurde. Je älter ich werde, desto
spärlicher bin ich bekleidet.
ÖSTERREICH: Den Joseph spielt Markus Neugebauer, was halten Sie von ihm?
HAIDER: Er ist eines meiner Küken aus Musical – Die Show. Er ist wohl so
früh rausgeflogen, weil er schon so fortgeschritten war. Ich spiele gerne
neben ihm, weil er ein authentischer Darsteller ist, der viel von sich
fordert.
ÖSTERREICH: Warum empfehlen Sie „Joseph“?
HAIDER: Oft heißt es, das Stück sei seicht, aber in Wahrheit ist es ein
wunderschönes Märchen, bei dem vor allem die tollen Melodien wirken. Wir
geben der Aufführung einen familiären Touch. Besonders die Kinder, die die
Proben gesehen haben, waren begeistert von 100 Minuten Musiktheater ohne
Grobheit, Angst und Mord.
Foto (c): Stadthalle