16. Juni 2010 21:01
Hinter den Kulissen wird das Sensationsprojekt seit Monaten geplant. 100
Jahre nach dem historischen Duell zwischen Amundsen und Scott (siehe Kasten
rechts) wollen ORF und ZDF zwei Promiteams zu Fuß (!) ins Rennen schicken.
Maier trainierte mit Walek: „Ein Riesenabenteuer“
Der
Coup: Für den österreichischen Beitrag soll der im Oktober 2009
zurückgetretene Ski-Superstar Hermann Maier überredet werden. Sein Partner:
Ö3-Mikromann Tom Walek.
Für das deutsche Team gehen der zweifache Ex-Weltmeister Markus Wasmeier
(46) und ZDF-Moderator Markus Lanz ins Rennen. Beide Teams werden von je
zwei Casting-Kandidaten unterstützt.
Walek, Triathlon-erprobter Radiostar, kennt den Herminator von gemeinsamen
Trainingsstunden am Olympiastützpunkt Obertauern. Die beiden können auch
privat bestens miteinander. Offenbar steht das Projekt unmittelbar vor dem
Abschluss. „Klingt spannend, ein Riesenabenteuer“, ist alles, was man dem
Herminator dazu entlocken kann. Maiers PR-Betreuer Walter Delle Karth
bestätigt jedenfalls eine diesbezügliche Anfrage. Und Walek, ansonsten sehr
gesprächig, verweist an die ORF-Pressestelle. Dort gibt man sich zugeknöpft.
ZDF-Auskunft: „Projekt im Planungsstadium“
Gesprächiger
sind die Kollegen vom ZDF. „Es gibt ein Projekt, das ist allerdings noch im
Planungsstatus“, formuliert ZDF-Sprecherin Maria Zimmer-Geyer. „Wir haben
ein inhaltliches Konzept, aber noch keine abgeschlossenen Verträge. Daher
können wir über Partner und Teilnehmer nichts sagen.“
Tatsache ist, dass Maier die Angebote, die seit seinem Rücktritt fast
täglich eintrudeln, sorgfältig prüft. In mehreren Gesprächen mit ÖSTERREICH
erklärte er, dass er eine „echte Herausforderung“ suche. So fasste er die
Teilnahme an der Dakar-Rallye mit dem Motorrad ins Auge.
Eine Südpol-Expedition klingt allerdings noch realistischer. Je kälter,
desto wohler fühlt sich der zweimalige Ski-Olympiasieger. Vergangenen Winter
hielt er sich mit zahlreichen Skitouren fit.
Maier-Realitysoap könnte Rekord-Quoten bringen
Unterschreibt
Maier für das Reality-Abenteuer, könnte das dem ORF Rekordquoten bringen.
Derzeit plant man am Küniglberg eine große Programmoffensive für ORF 1 mit
Dokusoaps und Service-Magazinen.
Solche Formate sollen ab Herbst mindestens einmal pro Woche im späteren
Hauptabend zu sehen sein. Da würde das Maier-Walek-Format eigentlich perfekt
ins Konzept passen.
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Historisches Duell: Amundsen besiegt Scott Zweikampf mit
tödlichem Ende
Vor hundert Jahren wurde Roald
Amundsen mit seiner Fahrt zum Südpol zum Helden.
Antarktis.
Das Duell Maier gegen Wasmeier hat einen historischen Vorläufer. Vor
genau hundert Jahren lieferte sich der norwegische Polarforscher Roald
Amundsen ein Wettrennen mit dem britischen Marineoffizier Robert
Scott. Ziel: das erste Erreichen des Südpols. Scott wollte damit zum
Ruhm seines Vaterlandes Großbritannien beitragen, Amundsen ging es vor
allem um seine eigene Unsterblichkeit. Ursprünglich hatte Amundsen
angekündigt, zum Nordpol aufzubrechen, und hatte für diese Expedition
Gelder im großen Stil gesammelt. Doch da der Nordpol bereits entdeckt
war, änderte er kurzfristig seine Pläne, verriet sie aber niemandem.
Amundsen
verwendete für seine Expedition Skier und Schlittenhunde, Scott
zusätzlich auch Motorschlitten, die den eisigen Temperaturen nicht
standhielten. Mit den Schlittenhunden konnte in Scotts Team niemand
umgehen. So kam es, dass Scott lediglich 13 Meilen pro Tag
zurücklegte, Amundsen hingegen bis zu 20. Beide erreichten zwar den
Südpol, Amundsen gewann das Duell allerdings mit einem Monat Vorsprung
und konnte den Südpol auch schneller wieder verlassen. Scott geriet
hingegen bei eisigen Temperaturen in extreme Schneestürme. Ein
Expeditionsteilnehmer nach dem anderen starb. Auch Scott konnte acht
Monate später nur noch tot geborgen werden. Amundsen kehrte hingegen
als gefeierter Held nach Norwegen zurück und ließ mit Vorträgen über
die Antarktis fortan seine Kasse klingeln.
Die Wetterstation
in der Antarktis wurde trotz des klaren Sieges von Amundsen nach
beiden Forschern benannt.
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