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Maier geht für den ORF zum Südpol Maier geht für den ORF zum Südpol

„Riesenabenteuer"

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Maier geht für den ORF zum Südpol

Hinter den Kulissen wird das Sensationsprojekt seit Monaten geplant. 100 Jahre nach dem historischen Duell zwischen Amundsen und Scott (siehe Kasten rechts) wollen ORF und ZDF zwei Promiteams zu Fuß (!) ins Rennen schicken.

Maier trainierte mit Walek: „Ein Riesenabenteuer“
Der Coup: Für den österreichischen Beitrag soll der im Oktober 2009 zurückgetretene Ski-Superstar Hermann Maier überredet werden. Sein Partner: Ö3-Mikromann Tom Walek.

Für das deutsche Team gehen der zweifache Ex-Weltmeister Markus Wasmeier (46) und ZDF-Moderator Markus Lanz ins Rennen. Beide Teams werden von je zwei Casting-Kandidaten unterstützt.

Walek, Triathlon-erprobter Radiostar, kennt den Herminator von gemeinsamen Trainingsstunden am Olympiastützpunkt Obertauern. Die beiden können auch privat bestens miteinander. Offenbar steht das Projekt unmittelbar vor dem Abschluss. „Klingt spannend, ein Riesenabenteuer“, ist alles, was man dem Herminator dazu entlocken kann. Maiers PR-Betreuer Walter Delle Karth bestätigt jedenfalls eine diesbezügliche Anfrage. Und Walek, ansonsten sehr gesprächig, verweist an die ORF-Pressestelle. Dort gibt man sich zugeknöpft.

ZDF-Auskunft: „Projekt im Planungsstadium“
Gesprächiger sind die Kollegen vom ZDF. „Es gibt ein Projekt, das ist allerdings noch im Planungsstatus“, formuliert ZDF-Sprecherin Maria Zimmer-Geyer. „Wir haben ein inhaltliches Konzept, aber noch keine abgeschlossenen Verträge. Daher können wir über Partner und Teilnehmer nichts sagen.“

Tatsache ist, dass Maier die Angebote, die seit seinem Rücktritt fast täglich eintrudeln, sorgfältig prüft. In mehreren Gesprächen mit ÖSTERREICH erklärte er, dass er eine „echte Herausforderung“ suche. So fasste er die Teilnahme an der Dakar-Rallye mit dem Motorrad ins Auge.

Eine Südpol-Expedition klingt allerdings noch realistischer. Je kälter, desto wohler fühlt sich der zweimalige Ski-Olympiasieger. Vergangenen Winter hielt er sich mit zahlreichen Skitouren fit.

Maier-Realitysoap könnte Rekord-Quoten bringen
Unterschreibt Maier für das Reality-Abenteuer, könnte das dem ORF Rekordquoten bringen. Derzeit plant man am Künigl­berg eine große Programmoffensive für ORF 1 mit Dokusoaps und Service-Magazinen.

Solche Formate sollen ab Herbst mindestens einmal pro Woche im späteren Hauptabend zu sehen sein. Da würde das Maier-Walek-Format eigentlich perfekt ins Konzept passen.

Historisches Duell: Amundsen besiegt Scott
Zweikampf mit tödlichem Ende


Vor hundert Jahren wurde Roald Amundsen mit seiner Fahrt zum Südpol zum Helden.

Antarktis. Das Duell Maier gegen Wasmeier hat einen historischen Vorläufer. Vor genau hundert Jahren lieferte sich der norwegische Polarforscher Roald Amundsen ein Wettrennen mit dem britischen Marineoffizier Robert Scott. Ziel: das erste Erreichen des Südpols. Scott wollte damit zum Ruhm seines Vaterlandes Großbritannien beitragen, Amundsen ging es vor allem um seine eigene Unsterblichkeit. Ursprünglich hatte Amundsen angekündigt, zum Nordpol aufzubrechen, und hatte für diese Expedition Gelder im großen Stil gesammelt. Doch da der Nordpol bereits entdeckt war, änderte er kurzfristig seine Pläne, verriet sie aber niemandem.

Amundsen verwendete für seine Expedition Skier und Schlittenhunde, Scott zusätzlich auch Motorschlitten, die den eisigen Temperaturen nicht standhielten. Mit den Schlittenhunden konnte in Scotts Team niemand umgehen. So kam es, dass Scott lediglich 13 Meilen pro Tag zurücklegte, Amundsen hingegen bis zu 20. Beide erreichten zwar den Südpol, Amundsen gewann das Duell allerdings mit einem Monat Vorsprung und konnte den Südpol auch schneller wieder verlassen. Scott geriet hingegen bei eisigen Temperaturen in extreme Schneestürme. Ein Expeditionsteilnehmer nach dem anderen starb. Auch Scott konnte acht Monate später nur noch tot geborgen werden. Amundsen kehrte hingegen als gefeierter Held nach Norwegen zurück und ließ mit Vorträgen über die Antarktis fortan seine Kasse klingeln.

Die Wetterstation in der Antarktis wurde trotz des klaren Sieges von Amundsen nach beiden Forschern benannt.

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