04. August 2010 17:25
Es wird die härteste Expedition, die je im österreichischen Fernsehen
gelaufen ist. Ex-Ski-Star Hermann Maier geht gemeinsam mit Ö3-Mikromann Tom
Walek zum Südpol: 50 Kilo Gepäck auf dem Schlitten, 400 Kilometer zu Fuß
durch Eis und Tiefschnee, 24 Stunden Tageslicht. „Die größte Herausforderung
wird sein, mit der großen Kälte zu leben“, sagt Walek. „Egal, was du machst
– du darfst dir dort nie die Handschuhe ausziehen.“
Maier dreht TV-Spot in Salzburger Privathaus
Um für diesen Marsch
durch die Eiswüste noch zwei Begleiter zu finden, drehte der erfahrene
Werbe-Star Maier diese Woche den TV-Spot. Der Kandidatenaufruf wurde in
einem Privathaus in der Stadt Salzburg gedreht. Motto: „Gehst mit mir zum
Südpol?“ (ab Ende der Woche im ORF zu sehen).
Die Anforderungen an die Kandidaten sind hart: Absolute Fitness ist
Voraussetzung, das Gepäck wochenlang durch den meterhohen Schnee zu ziehen.
Psychische Belastbarkeit ist nötig, wenn das ganze Team für Tage im Zelt
ausharren muss, weil der Sturm mit 150 Stundenkilometern auf 3.000 Meter
Höhe über das Hochplateau der Antarktis fegt. Jeder Schritt ins Freie wäre
dann lebensbedrohlich.
In zwei Casting-Runden werden zunächst Kondition, Kraft und Geschicklichkeit
der Kandidaten getestet. Die verbliebenen zehn Bewerber stellen sich dem
absoluten Härtetest im ewigen Eis am Kitzsteinhorn. „Wir werden uns
anschauen, wie gut sich die Menschen im Schnee bewegen können“, so Walek.
Die Bewerbung läuft noch bis 15. August. Walek selbst traininert derzeit vor
allem Kondition und Muskelmasse: „Da ist mir der Hermann noch voraus.“
Von 1. bis 7. November erwartet das Team mit den beiden ausgewählten
Kandidaten ein Trainingslager im Norden Norwegens – ein erste Einfühlen in
die eisigen Temperaturen, die in der Antarktis herrschen.
Weihnachten wird in der Antarktis verbracht
Maier, Walek und Co.
treten gegen ein deutsches Team an, das aus dem Musiker und Extremsportler
Joey Kelly (ehemals Kelly-Famliy) und dem Fernsehmoderator Markus Lanz
besteht. Weihnachten daheim fällt für Maier und Walek flach. Die Expedition
beginnt am 10. Dezember mit dem Flug zur russischen Forschungsstation Novo .
Je nach Wetter startet der Wettlauf zwischen 25. Dezember und 3. Jänner und
dauert 16 Tage lang. Im Februar 2011 strahlt der ORF das fünfteilige
„Doku-Event“ aus.
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ÖSTERREICH: Wie gut kennen Sie sich in Schnee und Eis aus? Walek:
Meine Schnee-Erfahrung beschränkt sich derzeit noch aufs Skitouren
gehen. Einmal hab ich für eine Ö3-Geschichte auch ein Iglu gebaut. ÖSTERREICH:
Was wird das Härteste auf der Expedition sein? Walek:
Man ist wochenlang auf engstem Raum zusammen in monotoner Umgebung
zusammen gepfercht. Da kann man nicht sagen: Ich geh jetzt, mir reicht
es. ÖSTERREICH: Glaubst du dass Maier ein guter
Teamplayer ist? Walek: Ich kenn ihn schon länger. Ich weiß,
dass das funktionieren wird, die Chemie stimmt. Ich kann mir
jedenfalls vorstellen, vier Wochen mit ihm im Zelt zu schlafen.
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Maier und Walek nähern sich dem Südpol nicht auf der historischen
Roald-Amundsen-Route (siehe Grafik). Sie fliegen zunächst in die russischen
Forschungsstation Novo und einen Tag später weiter zur Akklimatisierung ins
Basislager. Dort ist Zeit zur Akklimatisierung und zur Wiederholung des
Trainings.
(c) ALL
Nach Weihnachten werden die Teilnehmer zum Startpunkt geflogen. Auf halber
Strecke liegt der Midway-Checkpoint, wo die Teinehmer eine Pause von 24
Stunden einlegen müssen. Von hier sind es noch 200 Kilometer bis zum
geografischen Südpol.
Der norwegische Forscher Roald Amundsen startete vor hundert Jahren von der
anderen Seite aus der Bucht der Wale in Richtung Südpol. Er überquerte mit
seiner Expedition das transatlantische Gebirge. Nach weniger als zwei
Monaten erreichte er als erster Mensch den geografischen Südpol.