Mega-Erfolg: Konwitschnys`

Opern-Kritik

Mega-Erfolg: Konwitschnys` "La Traviata"

Mit dröhnenden Bravo-Salven wurde Peter Konwitschnys intensive, witzige und albtraumhafte Inszenierung von Verdis Seelendrama La traviata gefeiert. Der geniale ostdeutsche Regieberserker strahlte über die einhellige Begeisterung des Publikums, die durch keinen einzigen Buh-Rufer getrübt wurde.

Regie. Konwitschny hat Verdis berühmte Oper über die schwindsüchtige Edelkurtisane Violetta Valéry auf die Essenz gekürzt und konzentriert: Eine verkommene Spaßgesellschaft begafft voyeuristisch das Leben und Sterben einer engelhaften, jungen, schönen Frau.

Besetzung. Unter der tadellosen englischen Dirigentin Sian Edwards ist die deutsche Sopranistin Marlis Petersen eine wunderbare Violetta: Stimmlich perfekt gleichermaßen in den virtuosen Koloraturen des ersten Akts wie im ergreifenden a-moll-Schlussmonolog. In einer symbolischen Theatervorhangwelt verschwindet sie im schwarzen Bühnenhintergrund, während Alfredo ihren Abgang aus dem Zuschauerraum beobachtet.

Der mexikanische Tenor Arturo Chacón-Cruz spielt den Liebhaber Alfredo als linkischen Bücherwurm mit sehr guter gesanglicher Performance, Roberto Frontali ist als Vater Giorgio Germont ein stimmschöner, brutaler Großbürger mit Spießer-Gesinnung.

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