Moderne Sammlung Batliner in der Albertina

Dauerleihgabe

© TZ Österreich/ Hochmuth

Moderne Sammlung Batliner in der Albertina

Monets Seerosen, Dégas' Ballerinas, Chagalls Mutterschaft und Picassos Nackte Frau mit Vogel und Flötenspieler: Es sind zahlreiche der berühmtesten Werke der Moderne, die ab Donnerstag in der Albertina zu bewundern sind.

Kunst
Direktor Klaus Albrecht Schröder verdankt es der „beispiellosen Übernahme“ der Kunstsammlung des Liechtenstein'schen Anwalts Herbert Batliner, dass er nun über 500 Werke von höchstem kunsthistorischem Rang verfügt. Einen Teil davon kombiniert er ab morgen mit über 130 Gemälden und Zeichnungen aus dem Besitz der Albertina für die Schau Monet bis Picasso.

Gesamtbild
„Gemeinsam ergeben die beiden Sammlungen ein Gesamtbild der Moderne, wie es bisher in Österreich noch nicht zu sehen war“, erläutert Schröder. Die Sammlung des kunstliebenden Juristen reicht vom französischen Impressionismus über den Kubismus, Surrealismus, den deutschen Expressionismus und die russische Avantgarde bis zu Picasso, Warhol und Kiefer.

Monet bis Picasso
Ab 12. Oktober folgt auf Monet bis Picasso eine Schau, die Künstler von Warhol bis Kiefer vorstellt. Ab 2008 ist eine Dauerpräsentation der Sammlung Batliner geplant, wozu das Haus umgebaut wird. „Man wird diesen beispiellosen Überblick über die Kunst der Moderne viele Jahre hier studieren können“, verspricht Schröder. Er wolle aber auch in Zukunft temporäre Ausstellungen „von den alten Meistern bis zur Gegenwart bringen“.

Gönner
Die Dauerleihgabe der Sammlung Batliner und jene der Sammlung Forberg, die zeitgleich an die Albertina ging, machen Schröder nicht nur deshalb froh, weil sich auch zahlreiche andere namhafte Museen der Welt für diese interessiert hatten. „Die Republik hätte niemals die Mittel für solche Ankäufe auftreiben können. Und gerade jetzt, wo wir keine Budget-Aufstockung bekommen, sind wir auf Gönner angewiesen (siehe auch Kasten unten). Hoffentlich nehmen sich andere Sammler ein Beispiel an Batliner.“ 2008 wird die Albertina jedenfalls Werke der ebenfalls von Museen umkämpften Sammlung Carl Djerassi übernehmen.

Albertina-Direktor Schröder: "Ich bin schockiert"

„Ich bin mehr als schockiert“, sagt Klaus Albrecht Schröder nach dem Gespräch der Bundesmuseumsdirektoren mit Kulturministerin Claudia Schmied am Montag. „In der Diskussion ist uns klar geworden, dass die Subventionsverteilung, wie sie vergangene Woche für 2008 fixiert wurde, wohl auch für 2009 und 2010 gelten wird“, sagt Schröder im Gespräch mit ÖSTERREICH. Schmied hatte sechs Millionen Euro Subventionserhöhung auf das Kunsthistorische Museum, die Nationalbibliothek, das Belvedere und das MAK aufgeteilt. Die Albertina war leer ausgegangen. Schröder: „Dass wir für 2008 ohne zusätzliches Budget auskommen müssen, ist schon eine große Enttäuschung. Aber auch weiterhin – das ist schwer zu akzeptieren.“ Vonseiten des Ministeriums heißt es, dass die Budgets 2009 und 2010 noch gar nicht fixiert seien. Es seien lediglich der Nationalbibliothek die zusätzlichen Subventionen auch für die Folgejahre aufgrund eines Langzeitprojekts zugesichert worden. Auch KHM-Direktor Seipel rechnet weiterhin mit dem Zuschuss.

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