Filmdrama

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"Nanga Parbat" - Todes-Kampf am Himalaya

„Extrembergsteiger? Das müssen alle Wahnsinnige sein“, sagt Filmemacher Joseph Vilsmaier über jene Kletterer, die sich bei jedem Anstieg in Lebensgefahr begeben.

Jetzt kennt er diese Szene aus der Nähe
Sein neuer Film Nanga Parbat (ab 14. Jänner im Kino) entstand in enger Kooperation mit Reinhold Messner. Es geht um eine Expedition, die 1970 Schlagzeilen machte: Messners Bruder Günther starb beim Abstieg vom Nanga Parbat in einer Lawine.

Tragödie
Reinhold Messner machte sich damals vom Hochlager aus allein zum Gipfel auf. Günther folgte ihm Stunden später – ohne Ausrüstung und ohne Proviant. Die beiden schafften es noch bis zum Gipfel. Dann folgte die Tragödie.

Rückblick
„Es war keine kluge Entscheidung von mir, allein loszugehen“, blickt Reinhold Messner heute beim ÖSTERREICH-Gespräch zurück. „Es war auch nicht klug von meinem Bruder, nachzukommen. In dem Moment, als wir uns trafen, hätten wir umkehren sollen. So folgten der Zusammenbruch und die Probleme. Wir wussten, dass wir verloren waren.“

Spektakulär
Joseph Vilsmaier, bekannt für bildgewaltige Filme wie Schlafes Bruder oder Stalingrad, hat das Bergdrama beim Dreh im Himalaya und in den Alpen spektakulär umgesetzt. Freilich musste er dabei selbst an die Grenzen gehen.

Mulmig
„Es war immer wieder ein mulmiges Gefühl dabei“, sagt der Regisseur. „Jeden Morgen habe ich mir beim Aufstehen gewünscht, hoffentlich passiert nichts.“ Manchmal wurde das Team mit Sprüngen aus dem Hubschrauber an Drehorten abgesetzt, die anders nicht zu erreichen waren. Einmal musste der Heli notlanden. Vilsmaier: „Vor uns stand eine Gewitterfront, hinter uns tobte ein Sandsturm. So etwas hatte ich früher noch nie erlebt.“ Als Expeditionsleiter Herrligkoffer ist auch Karl Markovics mit von der Partie. Dem Wiener blieben die Gefahren des Himalaya aber erspart. Vilsmaier: „Seine Szenen im Basislager haben wir am Großvenediger gedreht. Solche Kleinigkeiten kriegt keiner mit – auch der beste Bergsteiger nicht.“

Nanga Parbat. Mit Florian Stetter, Karl Markovics. Ab 14. Jänner im Kino.

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