Nestroy-Preise wurden in Wien vergeben

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Nestroy-Preise wurden in Wien vergeben

Durch den Galaabend führten die Schauspielerinnen Sophie Rois und Caroline Peters. Nach der Begrüßung, bei der den Moderatorinnen als Highlights des Theaterjahres u.a. "Das ganze Jahr war kein Mozartjahr" und "Das Volkstheater hatte eine gelungene Inszenierung" einfiel, hatten auch die "Drüberreder" von Maschek einen ersten Auftritt. Sie gaben als Synchronsprecher des legendären einstigen ORF-Russischkurses einen ironischen Einblick in die Arbeit der Nestroy-Jury.

Beste Schauspielerin
Den "Nestroy" als beste Schauspielerin nahm Sylvie Rohrer entgegen. Sie wurde für ihre Medea in dem "Medea"-Projekt von Grzegorz Jarzyna und für Elfriede Jelineks Monolog "Über Tiere" (beide im Burg-Kasino) ausgezeichnet. Ebenfalls nominiert waren Christiane von Poelnitz als Beatrice in Jan Bosses "Viel Lärm um nichts"-Inszenierung im Burgtheater sowie Barbara Sukowa als Merteuil in der Salzburger Festspiel-Produktion von Heiner Müllers "Quartett".

Beste Regie
Dörte Lyssewski überreichte den Preis für die Beste Regie an den Polen Grzegorz Jarzyna mit seinem "Medea"-Projekt im Kasino am Schwarzenbergplatz. Er gab sich in seiner Dankesrede "so surprised". Nominiert waren ebenfalls Simon McBurney mit der Festwochen-Produktion "A Disappearing Number" und Luc Bondy mit seiner "König Lear"-Inszenierung.

Bester Schauspieler
Bei den besten Schauspielern gewann überraschend Bernhard Schir als Christian in der Josefstadt-Produktion von "Das Fest". Er stach damit Burg-Star Gert Voss (nominiert als König Lear) und Joachim Meyerhoff (nominiert als Benedict in "Viel Lärm um nichts") aus. Er habe auf Aufzeichnungen die Gesichter jener Darsteller studiert, die den Preis nicht erhalten hätten, sagte Schir in seiner bewegenden Dankesrede. "Ein Gesicht mit Preis habe ich nicht vorbereitet. Was meine Mimik betrifft, stehe ich völlig nackt da." Der Abend sei schon jetzt "einer der schönsten meines Lebens".

Auszeichnung für Jürgen Gosch
Zur "Besten deutschsprachige Aufführung" kürte die Jury "Der Gott des Gemetzels" von Yasmina Reza (Regie: Jürgen Gosch, Schauspielhaus Zürich), Den Preis nahm in Vertretung des abwesenden Regisseurs der Intendant des Zürcher Schauspielhauses, Matthias Hartmann, entgegen. Der künftige Burgtheater-Direktor nahm den Preis als "eine Art vorzeitige Willkommenheißung in Wien, auf das ich mich sehr freue" entgegen. Weiters nominiert waren Horvaths "Glaube Liebe Hoffnung" (Regie: Stephan Kimmig, Münchner Kammerspiele) und Peter Steins "Wallenstein"-Inszenierung am Berliner Ensemble.

Hilde Sochor bekam Auszeichnung für Lebenswerk
Die 83-jährige Volksschauspielerin Hilde Sochor erhielt zum Abschluss der Gala den Lebenswerk-Preis und wurde mit Standing Ovations gefeiert. Die Laudatio hielt ihr Sohn, der Schauspieler und Regisseur Paulus Manker.

Autorenpreis an Rene Pollesch
Rene Pollesch erhielt den Autorenpreis. "Ich wüsste niemanden, dem ich diesen Preis lieber überreichten wollte", sagte Laudator Martin Wuttke, der an der Uraufführungsproduktion "Das purpurne Muttermal" im Akademietheater mitwirkte.

Beste Ausstattungspreis von Katrin Brack
Den "Nestroy" für die beste Ausstattung bekam Katrin Brack für die schneereiche Salzburger Festspielproduktion von "Moliere. Eine Passion" in der Regie von Luc Perceval. Den Preis für die abwesende Bühnenbildnerin nahm der Schauspielchef der Salzburger Festspiele, Thomas Oberender, entgegen.

Spezialpreis an Stephanie Mohr
Die junge Regisseurin Stephanie Mohr erhielt den Spezialpreis für die Inszenierung von "Die Weberischen" von Felix Mitterer in einer Vereinigten Bühnenproduktion im Museumsquartier. Leer ging unter anderen das Kollektiv maschek (für "Beim Gusenbauer" im Rabenhof nominiert) aus.

Katharina Straßer bester Nachwuchs
Mit dem "Nestroy" als bester Nachwuchs wurde Volkstheater-Jungschauspielerin Katharina Straßer, die ausgerechnet an diesem Abend im Volkstheater Vorstellung hatte, ausgezeichnet. Sie gewann für ihre Vicki in "Der nackte Wahnsinn" und ihre Mizi Schlager in Schnitzlers "Liebelei". Den Preis nahm Volkstheater-Direktor Michael Schottenberg mit den Worten "sie ist entzückend, sie ist jung, sie ist 23" entgegen.

Markus Kupferblum geehrt
Der Regisseur Markus Kupferblum wurde für seine Inszenierung von "Die verlassene Dido" im Nestroy-Hof mit dem "Nestroy" für die beste Off-Produktion geehrt.

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