Neue Hamlet-Oper: Sein oder Nichtsein

Theater an der Wien

Neue Hamlet-Oper: Sein oder Nichtsein

Shakespeares Jahrtausendwerk Hamlet, die philosophische Tragödie um den melancholischen Dänenprinzen, der zur Rache aufgerufen wird und so lange zögert, bis es zu spät ist, gelangt heute, veropert vom jungen deutschen Komponisten Anno Schreier, zur Uraufführung.

Ödipus
Die endlosen Spekulationen über das um 1600 entstandene riesenhafte Meisterwerk des unsterblichen Elisabethaners befassen sich mit der Tragödie des reflektierenden Menschen – exemplifiziert an Hamlets Gedanken über Sein oder Nichtsein im berühmtesten aller Monologe To be or not zu be –, mit der brutalen Härte des Titelhelden, seinem Ödipus-Komplex oder der Erkenntnis von der Welt als Gefängnis.

Sämtliche Hamlet-Vertonungen – bekannt ist Thomas’ Grand opéra, in Bregenz wurde Faccios Amleto gespielt – sind gescheitert, was an der unerreichbaren Qualität der Vorlage liegt. Shakespeares geniales Drama bedarf keiner Musik, ganz große Dichtung eignet sich nicht als Libretto.

E. Hirschmann-Altzinger

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