"> Neue Leitung - "dieTheater" ist nun "brut"
Neue Leitung -

Theater-Politik

Neue Leitung - "dieTheater" ist nun "brut"

Wenig konkrete Ansagen haben die beiden neuen Leiter des Theaterhauses zur angehenden Saison, der ersten unter ihrer künstlerischen Führung, gemacht. Das vorhandene künstlerische Budget möchten Pfost und Frank gerne zur internationalen Vernetzung einsetzen, bei lokalen Produktionen sei man deshalb dringend auf die separate Einzelprojektförderung der Künstler durch das städtische Kulturamt angewiesen. Dafür sei die jeweils sechsmonatige Vorlaufzeit jedoch zu gering gewesen. Schließlich hätte man im Jänner nur wenige Projekte für die ersten Monate der kommenden Saison einreichen können.

Keine Konkurrenten?
Demnach soll das Ganze "ein Kommunikations- und Kompetenzzentrum werden", so die Leiter. Angst vor der Wiener Neidgesellschaft haben sie nicht. "Wir sehen die Leute als Partner, nicht als Konkurrenten."

"Brut"
"Der Begriff gefällt uns wegen der vielfältigen Bedeutung und Widersprüchlichkeit. Man denkt an edlen Champagner, die Brut, also das Ausgestoßene, auch aus dem Establishment, den Nachwuchs und die Aufzucht, das Rohe und Unfertige, aber auch die Art Brut als Gattungsbegriff".

Subvention "fast" verdoppelt
Die Subvention der MA7 liegt nun bei jährlich 1,5 Millionen Euro. Euphorisch macht das dennoch nicht, da die Erhöhung bei weitem nicht die kolportierte Verdoppelung des Budgets bedeutet. Allein 240.000 Euro zahlt "brut" für Betrieb und Miete der beiden ehemaligen "dietheater"-Häuser "Künstlerhaus" und "Konzerthaus". Zusätzlich gibt es ein Budget von 45.000 Euro für bauliche Veränderungen - allerdings auf drei Jahre verteilt.

Programm & Eröffnung
"Der grundsätzliche Unterschied zu vorher wird sein, dass wir das Haus thematisch programmieren", erklärt Pfost, der nach monatelangem Pendeln zwischen Wien und Berlin erst vor kurzem hier sesshaft geworden ist. Gezeigt werden sollen zukünftig lokale Ko-Produktionen, um die das deutsche Duo internationale Koproduktionen und Gastspiele platzieren will. Das können Beiträge aus den Bereichen Performance, Theater, Tanz, Film und Musik sein. Anstatt auf einzelne Produktionen setzt man gezielt auf programmatische Säulen. Welche das nun sein werden und wer alles eingeladen wird, dem Haus in der ersten Saison ein neues Profil zu verleihen, wird erst am 9. Oktober bekannt gegeben. Auch über das Eröffnungsfest am 9. und 10. November hüllen sich Pfost und Frank in Schweigen.

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