Neues Traumpaar für

Nach Simonischek

© APA/Hans Klaus Techt

Neues Traumpaar für "Jedermann"

Der 38-jährige Nicholas Ofczarek folgt 2010 Peter Simonischek als "Jedermann" und Birgit Minichmayr Sophie von Kessel als "Buhlschaft" bei den Salzburger Festspielen. Die Festspiele bestätigten dies am Dienstag, 16. 6., und gaben weiters die Besetzung mit Minichmayr bekannt.

Simonischek verkörpert seit 2002 bei den Salzburger Festspielen die Titelrolle in Hugo von Hofmannsthals "Jedermann". Er ist mit 79 Aufführungen Salzburgs gefeierter "Rekord-"Jedermann", dieses Jahr folgen weitere zwölf Vorstellungen auf dem Domplatz.

Simonischeks Buhlschaften
Die Buhlschaften an seiner Seite waren: Veronica Ferres (2002-04), Nina Hoss (2005-06), Marie Bäumer (2007) und seit 2008 Sophie von Kessel. Ihre Nachfolgerin wird ab 2010 die 1977 in Linz geborene Birgit Minichmayr. Sie wurde als Beste Schauspielerin mit dem Silbernen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2009 und dem Nestroy-Preis ausgezeichnet. Das Salzburger Festspielpublikum kennt sie aus Andrea Breths Inszenierung von Schnitzlers "Das Weite Land" in den Spielzeiten 2002/03.

Der neue "Jedermann", Nicholas Ofczarek, wird erstmals im Jubiläumsjahr 2010 (90 Jahre Salzburger Festspiele) den Domplatz bespielen: Der 1971 geborene Wiener Schauspieler erhielt 1999 die Josef-Kainz-Medaille und ist zweifacher Nestroy-Preisträger als Bester Schauspieler. Beim diesjährigen Berliner Theatertreffen wurde er mit dem 3sat-Preis ausgezeichnet. Bei den Salzburger Festspielen trat er zuletzt in Martin Kusejs Aufführungen von Nestroys "Höllenangst" und Grillparzers "König Ottokars Glück und Ende" auf.

Ofczarek: "Einer der interessantesten Schauspieler dieser Generation"
Der Schauspielchef der Salzburger Festspiele, Thomas Oberender, bezeichnete den neuen "Jedermann" Nicholas Ofczarek als "einen der interessantesten Schauspieler dieser Generation". Außerdem sei er Österreicher und habe das richtige Alter, stellte Oberender fest. Ofczarek sei für die Rolle des "Jedermann" im Sinne Hugo von Hofmannsthals bestens geeignet, so Oberender.

Die Zeit als "Jedermann" sei für Peter Simonischek sicher eine glückliche gewesen. Oberender habe die schauspielerische Leistung von Simonischek als "Jedermann" jedes Jahr bewundert. Denn "er legte eine unglaubliche Disziplin an den Tag und hat die Aufgabe immer wieder neu bewältigt" und die Rolle nicht abschleifen sowie zur Routine werden lassen, meinte der Schauspielchef.

Dass die "Buhlschaften" in den vergangenen Jahren sehr kurz in Salzburg verweilten, führte Oberender darauf zurück, dass "auf ihnen ein riesiger Druck der Öffentlichkeit lastet". Die Rolle sei klein, aber die Inszenierung erfordere große Anstrengungen. Außerdem sei die Darstellung der "Buhlschaft" seiner Meinung nach keine Lebensaufgabe, so der Schauspielleiter. Klicken Sie sich hier durch die buhlschaften der letzten Jahre!

Jedermann/Buhlschaft-Voting
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