16. Juni 2009 11:15
Der 38-jährige Nicholas Ofczarek folgt 2010 Peter Simonischek als "Jedermann"
und Birgit Minichmayr Sophie von Kessel als "Buhlschaft" bei den
Salzburger Festspielen. Die Festspiele bestätigten dies am Dienstag, 16. 6.,
und gaben weiters die Besetzung mit Minichmayr bekannt.
Simonischek verkörpert seit 2002 bei den Salzburger Festspielen die
Titelrolle in Hugo von Hofmannsthals "Jedermann". Er ist mit 79
Aufführungen Salzburgs gefeierter "Rekord-"Jedermann",
dieses Jahr folgen weitere zwölf Vorstellungen auf dem Domplatz.
Simonischeks Buhlschaften
Die Buhlschaften an seiner Seite
waren: Veronica Ferres (2002-04), Nina Hoss (2005-06), Marie Bäumer (2007)
und seit 2008 Sophie von Kessel. Ihre Nachfolgerin wird ab 2010 die 1977 in
Linz geborene Birgit Minichmayr. Sie wurde als Beste Schauspielerin mit dem
Silbernen Bären bei den Internationalen Filmfestspielen Berlin 2009 und dem
Nestroy-Preis ausgezeichnet. Das Salzburger Festspielpublikum kennt sie aus
Andrea Breths Inszenierung von Schnitzlers "Das Weite Land" in den
Spielzeiten 2002/03.
Der neue "Jedermann", Nicholas Ofczarek, wird erstmals im
Jubiläumsjahr 2010 (90 Jahre Salzburger Festspiele) den Domplatz bespielen:
Der 1971 geborene Wiener Schauspieler erhielt 1999 die Josef-Kainz-Medaille
und ist zweifacher Nestroy-Preisträger als Bester Schauspieler. Beim
diesjährigen Berliner Theatertreffen wurde er mit dem 3sat-Preis
ausgezeichnet. Bei den Salzburger Festspielen trat er zuletzt in Martin
Kusejs Aufführungen von Nestroys "Höllenangst" und
Grillparzers "König Ottokars Glück und Ende" auf.
Ofczarek: "Einer der interessantesten Schauspieler dieser
Generation"
Der Schauspielchef der Salzburger Festspiele,
Thomas Oberender, bezeichnete den neuen "Jedermann" Nicholas
Ofczarek als "einen der interessantesten Schauspieler dieser Generation".
Außerdem sei er Österreicher und habe das richtige Alter, stellte Oberender
fest. Ofczarek sei für die Rolle des "Jedermann" im Sinne
Hugo von Hofmannsthals bestens geeignet, so Oberender.
Die Zeit als "Jedermann" sei für Peter Simonischek sicher eine
glückliche gewesen. Oberender habe die schauspielerische Leistung von
Simonischek als "Jedermann" jedes Jahr bewundert. Denn "er
legte eine unglaubliche Disziplin an den Tag und hat die Aufgabe immer
wieder neu bewältigt" und die Rolle nicht abschleifen sowie zur
Routine werden lassen, meinte der Schauspielchef.
Dass die "Buhlschaften" in den vergangenen Jahren sehr kurz in
Salzburg verweilten, führte Oberender darauf zurück, dass "auf
ihnen ein riesiger Druck der Öffentlichkeit lastet". Die Rolle sei
klein, aber die Inszenierung erfordere große Anstrengungen. Außerdem sei die
Darstellung der "Buhlschaft" seiner Meinung nach keine
Lebensaufgabe, so der Schauspielleiter. Klicken Sie sich hier
durch die buhlschaften der letzten Jahre!
Jedermann/Buhlschaft-Voting
Unser Vorabvoting zur Rolle des
Jedermann und der Buhlschaft ergab eindeutige Sieger. Sehen Sie hier,
wen unsere Leser gerne als Besetzung hätten!