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New York: Emmy-Chance für Karl Markovics

Karl Markovics könnte heute die wertvollste Auszeichnung seiner Karriere gewinnen. In New York werden die International Emmy Awards verliehen, die höchsten TV-Preise der USA. Markovics wurde für Franz Fuchs – Ein Patriot als bester Darsteller nominiert. Ganz Österreich drückt dem Wiener die Daumen, der als Hauptdarsteller schon am Oscar-Triumph für Die Fälscher beteiligt war. In New York dabei: Markovics-Ehefrau Stephanie Taussig sowie Elisabeth Scharang und Dieter Pochlatko, Regisseurin und Produzent von Ein Patriot.

ÖSTERREICH: Wie fühlen Sie sich so kurz vor der Emmy-Gala in New York? Sind Sie nervös?

KARL Markovics: Seit der Bekanntgabe der Nominierungen ist jetzt schon einige Zeit vergangen, und das trägt zu einer gewissen Gelassenheit bei. Es ist nicht so, dass ich jeden Tag aufgeregter wurde. Mir würde es reichen, wenn die Nervosität erst unmittelbar vor dem Moment einsetzt, wenn meine Kategorie aufgerufen wird. Es gibt ja erst ein Dinner, dann einen Show Act, und dann erst die Verleihung.

ÖSTERREICH: Wie waren die Reaktionen in Österreich, als bekannt wurde, dass Sie für den wichtigsten TV-Preis der USA als bester Darsteller nominiert sind?

Markovics: In Österreich wurde das natürlich sehr stark wahrgenommen. Viele Menschen haben mir gratuliert und wünschen mir viel Glück für die Emmy-Gala. Es ist sehr schön, mit einem Gepäck an guten Gedanken über den Atlantik zu fliegen, auch wenn das jetzt vielleicht ein wenig kitschig klingt.

ÖSTERREICH: Gab es auch Reaktionen aus Deutschland oder anderen Ländern?

Markovics: Ich drehe gerade in Deutschland, die Verfilmung von Heinrich Manns Henry Quatre mit Regisseur Jo Baier, und dort wird diese Nominierung überhaupt nicht wahrgenommen. Das finde ich sehr angenehm, denn es holt einen wieder auf den Boden zurück.

ÖSTERREICH: Haben Sie schon eine Dankesrede für den Fall formuliert, dass Sie gewinnen sollten?

Markovics: Ich habe immer wieder versucht, mir etwas zu überlegen. Aber jedem Gewinner stehen maximal 30 Sekunden für den Dank zur Verfügung, und das bedeutet, dass ich mir nahezu gar nichts überlegen muss. Da muss man schon froh sein, wenn man die allerwichtigsten Menschen nicht vergisst, bei denen man sich tatsächlich bedanken möchte.

ÖSTERREICH: Würden Sie gern in US-Produktionen spielen?

Markovics: Ja, es kommt aber darauf an, welches Projekt. Die Maßstäbe sind die gleichen wie bei ­Angeboten aus Österreich oder Deutschland: Es geht mir darum, ob mich ein Thema interessiert. Wenn nur Hollywood draufsteht – das allein wäre mir zu wenig. Ich habe eine Managerin in den USA; die Verbindung zu diversen Castingagenturen hält. Es ist eine sehr angenehme, lose Arbeitsgemeinschaft.

ÖSTERREICH: Der Emmy-Gewinn hätte in den USA einen hohen Wert.

Markovics: Wir sind vier Nominierte. Das Prädikat führt nicht automatisch dazu, dass man mehr Dinge tun kann, die man tun will. Aber die Wahrscheinlichkeiten sind höher. So ein Preis und allein schon die Nominierung, eröffnet Möglichkeiten, an interessante Stoffe heranzukommen.

Foto (c): Johannes Kernmayer

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