Nitschs Italo-Coup

Museumseröffnung

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Nitschs Italo-Coup

Den Meister „reißt“ es jetzt herum. Vorgestern noch war er Ehrengast beim Musikfestival Grafenegg, heute ist er schon wieder in Neapel, wo er morgen im Kreise seiner Freunde seinen 70. Geburtstag feiert. Neapel ist derzeit seine Lieblingsstadt: Denn hier wird am 13. September mit Pomp und Trara ein neues Nitsch-Museum eröffnet.

OM-Theater
Sein italienischer Freund und Sammler Giuseppe Morra hat es in einem ehemaligen Elektrizitätswerk untergebracht; auf 1.800 Quadratmetern werden Dokumente von Nitschs Orgien Mysterien Theater gezeigt, das stets auf vehemente Zustimmung und Ablehnung gestoßen ist.

Labor & Archiv
„Das Museum ist eine einzige Installation“, schwärmt Nitsch im ÖSTERREICH-Gespräch. Im Zentrum stünden ein Geruchs-, Geschmacks- und Farblabor sowie Film-, Foto- und Musikarchive, die ausschließlich jene Kunstaktionen dokumentieren, die Nitsch in Italien inszeniert hat. Auch „Relikte“ der rauschhaften Aktionen wie die berühmten „Schüttbilder“ seien in Neapel zu besichtigen.

Feiern
Im Anschluss an die Eröffnungsfeiern – „sie werden mehrere Tage in Anspruch nehmen“ – wird Nitsch fürs Wiener Haus der Musik einen 1.000 Quadratmeter großen Teppich finalisieren. Einweihung ist am 9. Oktober. Danach stehen eine Ausstellung in Budapest und eine OM-Theater-Aktion in Yokohama auf Nitschs besonders dicht gedrängtem Terminkalender.

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