26. September 2009 20:55
Der Deutsche
Fernsehpreis für die beste männliche Hauptrolle im ZDF-Film "Ein halbes
Leben"geht an den Österreicher Josef
Hader. Der 47-Jährige erhielt die Auszeichnung am Samstagabend in Köln.
"Ich war immer schlecht im Sport, habe nie was bekommen", sagte Hader. Umso
schöner sei es, wenn er früher beim Fußball nichts geschafft habe, jetzt
einen Fernsehpreis zu bekommen. Sein Dank galt auch dem ZDF für die "große
Gage".
Hader als Mörder
In dem Drama "Ein halbes Leben" spielt
Hader den Mörder Ulrich Lenz, der von seiner Vergangenheit eingeholt wird.
Hader setzte sich gegen Matthias Schweighöfer als Darsteller des
Literaturkritiker-Papstes Marcel Reich-Ranicki ("Mein Leben") und Axel
Milberg ("Tatort") durch.
Auch Berger gewinnt
Und auch Senta
Berger konnte sich über den Deutschen Fernsehpreis für die beste
weibliche Hauptrolle freuen. Die 68-jährige gebürtige Wiener bekam die
Auszeichnung für ihre Rolle im ARD-Film "Schlaflos" und stach damit ihre
Konkurrentinnen Anja Kling ("Wir sind das Volk") sowie Gisela Schneeberger
("Mit einem Schlag") aus. "Mit 16 Jahren habe ich den immer noch
schönen Beruf gewählt, jetzt werden die beruflichen Jahre langsam
überschaubar", sagte Berger. Berger spielt in "Schlaflos" eine Ex-Filmdiva,
die zwölf Jahre unschuldig im Gefängnis saß und nach der Haftentlassung den
wahren Mörder sucht.
Weitere Preise
Thomas Gottschalk wurde mit der ZDF-Show "Wetten,
dass...?" am Samstagabend in Köln mit dem Deutschen Fernsehpreis
ausgezeichnet. Er setzte sich in der Kategorie "Beste
Unterhaltungssendung/Moderation" gegen die ProSieben-Show "Schlag den Raab"
und die RTL-Sendung "Willkommen bei Mario Barth" durch.
Gottschalk parodierte bei seiner Dankesrede den Literaturkritiker Marcel
Reich-Ranicki, der im vergangenen Jahr den Ehrenpreis der Stifter
zurückgewiesen und damit für einen Eklat gesorgt hatte. "Dieser Preis wird
eine Katastrophe für mich", scherzte Gottschalk. Der Deutsche
Fernsehpreis von ARD, ZDF, RTL und Sat.1 wurde heuer zum elften Mal in rund
20 Kategorien verliehen. Die Vergabejury wurde erstmals von WDR-Moderatorin
Bettina Böttinger geleitet.