Oscar-Movie

Endlich

© Paramount Pictures

Oscar-Movie "No Country for Old Men" im Kino

Was ist dran an dem vierfachen Oscar-Preisträger? In sogar acht Kategorien nominiert, gewann „No Country For old Men“ letztlich vier: In der Kategorie „Bester Film“, „Beste Regie“, „Bester Nebendarsteller“ und „Bestes adaptiertes Drehbuch“ konnten die begehrten goldenen Statuetten von den Coen-Regiebrüdern eingeheimst werden. Tommy Lee Jones ging als „Bester Hauptdarsteller“ aber leider leer aus.

Blutiger Plot
1980, Wüste zwischen USA und Mexiko. Sheriff Bell (Tommy Lee Jones) erinnert sich an die wachsende Zahl an Gewaltakten. Er sinniert über eine blutige Geschichte, in die er selbst verwickelt war.

Vietnamkrieg-Veteran Llewellyn Moss (Javier Bardem) macht eine grauenhafte Entdeckung: Ein schiefgelaufener Drogendeal hinterlässt seine Spuren. Er findet mehrere Tote, einen Verwundeten, zerschossene Autos und – einen Koffer mit sage und schreibe zwei Millionen US-Dollar. Er nimmt das Gepäckstück an sich.

Sein schlechtes Gewissen bringt ihn aber dazu, zum Ort des Verbrechens zurückzukehren, um dem Verwundeten zu helfen. Dabei gerät er aber in eine erneute Schießerei und flieht.

Killer-Jagd
Die Mexikaner versuchen, das Geld an sich zu reißen, allerdings gibt es noch einen weiteren Ganoven, der ebenso „scharf“ auf das Geld ist: Die Autragskiller Anton Chigurh und Carson Welles. Welles wird im Zuge der Geldgier Chigurhs letztlich sogar von seinem ursprünglichen Verbündeten getötet.

Sheriff Bell versucht, Moss zu finden und zu beschützen – doch die Killermaschine Chigurh, die inzwischen schon weitere Morde begangen hat, hat es auf Moss und das Geld abgesehen. Auch droht er, seine Frau umzubringen, sollte er das Geld nicht herausgeben. In aller Hektik und Hochspannung versucht Moss, seine Frau in einem Motel in El Paso zu treffen, allerdings wird er dort von Mexikanern hinterrücks getötet.

Ein wenig später kommt es zu einem Treffen zwischen Chigurh und Moss’ Ehefrau...

Grandioses Rollenspiel
"Irgendwo hab' ich immer geglaubt, ich könnte ein bisschen was reparieren, aber so kommt's mir längst nicht mehr vor. Man verlangt von mir, dass ich für was eintrete, an das ich nicht mehr so glaube wie früher mal", fragt sich der Sheriff im Roman.

Tommy Lee Jones' Aufrichtigkeit gibt dieser Verzweiflung Ausdruck, letztlich ohne viel zu sagen.

Sherrif Bells Bedächtigkeit wie Höflichkeit, seine Klugheit und seine Müdigkeit sind eine stete Anklage, wonach sich sein Amerika gewandelt hat: Eines, dass mit Chigurh und den Drogenbossen und ihren Kurieren und Killern geteilt werden muss - und auch mit Männern wie Llewellyn, die nicht um ihre Sterblichkeit wissen.

NoCountryforOldMen_body

(c) Paramount Pictures

Mit: Tommy Lee Jones, Javier Bardem, Josh Brolin, Woody Harrelson, Kelly Macdonald
122 Minuten. Regie: Ethan Coen, Joel Coen

Ab 29. Februar im Kino

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