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Ovationen für zwei Stars

Premiere

Ovationen für zwei Stars

Neil Simons Sonny Boys ist eines der besten Boulevardstücke überhaupt. Es ist lustig, berührend, beklemmend. Es erzählt von zwei ehemals erfolgreichen Komödianten, Willie und Al, die für eine Nostalgieshow im Fernsehen noch einmal gemeinsam ihren berühmten „Doktor-Sketch“ aufführen sollen. Was freilich daran scheitert, dass die beiden einander nicht „schmecken“ können.

Geniale Grantscherben
Die größten Schauspieler haben sich um diese Rollen gerissen, von Walter Matthau bis Gert Voss. Im Volkstheater verkörpern Peter Weck, der 27 Jahre nicht mehr in Wien gespielt hat, und Harald Serafin die beiden genialen Grantscherben. Und da sie beide genügend Charisma besitzen, beginnen sie leise, bar jeder Outrage, und steigern sich erst langsam in Richtung Furioso. Kleine Gesten (so bläht Serafin öfters die Backen auf wie ein archaisches Tier, das sich gegenüber der feindlichen Umwelt aufplustert) genügen den beiden Publikumslieblingen, um die großen Beschwerlichkeiten und kleinen Boshaftigkeiten des Alters darzustellen.

Ovationen
Michael Schottenberg gelang eine weitgehend behutsame Inszenierung, die allerdings in den Nebenrollen ziemlich schwächelte. Am Ende Applaus, Bravos, Ovationen!

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