Paul Potts: Sightseeing-Trip durch Wien

Shooting-Star

© Chrissinger

Paul Potts: Sightseeing-Trip durch Wien

"Das ist doch der Typ aus der Telekom-Werbung!“ Massenauflauf Dienstag Mittag vor dem Wiener Stephansdom. Dutzende Schaulustige bedrängen einen kleinen Dicken im blauen Anzug. Autogramme hier, Erinnerungsfotos da. Kultsänger Paul Potts (Hit: Nessun Dorma) ist mit ÖSTERREICH auf Sightseeing-tour durch Wien. „Wo auch immer ich hinkomme spielen sich solche Szenen ab. Ich werde überall erkannt. Das ist aber nicht nervig, sondern bedeutet mir unheimlich viel, weil mir diese Wärme der Menschen extrem viel Kraft gibt.“

Bis Donnerstag früh weilt Potts noch in Wien. Am 10. November kommt er wieder. Für ein Konzert in der Stadthalle.

Das ÖSTERREICH-Interview

ÖSTERREICH: Eine Karriere wie aus dem Märchenbuch…

Potts: Das ist alles ein wunderbarer Traum. 15 Monate nach diesem TV-Auftritt bin ich noch immer überrascht, wie sehr ich die Menschen bewege. Ich darf jetzt so viele Dinge tun, von denen ich früher nur geträumt habe: Einmal in Wien Lehar zu singen, etwa.

ÖSTERREICH: Was ist der Grund Ihres Erfolges?

Potts: Ich hatte wahrscheinlich extrem viel Glück. Aber selbst mit all dem Glück dieser Erde ist meine Karriere einfach nur unglaublich. Ich darf nun das tun, wovon ich immer geträumt habe: Singen und damit die Menschen beglücken.

ÖSTERREICH: Ein steiniger Weg vom Sohn eines Busfahrers zum Star…

Potts: Ich habe jeden Cent in meinen Karriere investiert, aber niemals daran gedacht, dass ich mit singen mein leben finanzieren könnte. Denn das ist kein Job, sondern ein Hobby.

ÖSTERREICH: Trotzdem haben Sie Ihren alten Job hingeschmissen …

Potts: Aber erst diesen April, da hatte ich in England schon über zwei Millionen CDs verkauft. Ich sah meine Zukunft nicht mehr im Telefon-Verkauf, aber ich hätte auch kein Problem damit dorthin wieder zurück zu kehren. Denn ich bin nicht bei Britain’s Got Talent aufgetreten, um aus meinem alten Leben zu flüchten.

ÖSTERREICH: Wie sehr hat der Erfolg Ihr Leben verändert?

Potts: Ich bin nun öfter unterwegs und sehe meine Frau selten, aber ich bin am Boden geblieben. Ich habe mir nicht einmal ein neues Auto gekauft! Ich fahre noch immer den alten klapprigen VW Golf.

ÖSTERREICH: Wie sehen Sie heute Ihren legendären TV-Auftritt, der sie zum Superstar erklärte?

Potts: Ich hatte irres Lampenfieber. Vor mir war ein Vogelstimmen-Imitator dran und wurde gnadenlos ausgebuht. Ich hab mir daraufhin sogar überlegt die Bühne gleich wieder fluchtartig zu verlassen und mit dem kürzesten Auftritt aller Zeiten berühmt zu werden. (lacht) Aber als ich dann Nessun Dorma zu singen begann, war jede Angst vergessen.

ÖSTERREICH: Nun bringen Sie diesen Klassik-Song in die Pop-Charts…

POtts: Musik soll nicht in Schubladen gesehen werden. Egal ob Pop, Rap oder Klassik alles ist Musik. Und Klassik hat auch nichts mit Wohlstand oder Bildung zu tun, Vor allem Freddie Mercury hat das verstanden, deshalb will ich auch bald einen seiner Hits covern: Who Wants To Live Forever oder I Was Born To Love You.

ÖSTERREICH: Am 10. November singen Sie in der Stadthalle…

Potts: Ein Konzert auf das ich mich ganz besonders freue, denn Österreich hat so eine unglaubliche Musik-Historie. Von Mozart bis Lehar. Deshalb werde ich bei diesem Wien-Konzert auch Dein ist mein ganzes Herz von Lehar singen.

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