Manker:

Anschuldigungen

© APA/Maurucio Rosales

Manker: "Völlig haltlos, manche absurd"

Als "Rache" bezeichnet Paulus Manker in einem Schreiben gegenüber der APA die Klage des israelischen Cameri-Theaters. Hintergrund sei ein langjähriger Prozess, den Manker im Zusammenhang mit seiner Inszenierung "iWitness" gegen das Cameri führt. Die Klage laufe beim israelischen Gericht, am 19. Jänner habe die letzte Anhörung stattgefunden. "Da abzusehen ist, dass das Cameri diesen Prozess verlieren wird, hat es sich jetzt entschlossen, 'Rache' an Paulus Manker zu nehmen und ihn ihrerseits zu klagen."

"Nur aus der Presse erfahren"
Manker selbst habe von der Klage des Cameri-Theaters "nur aus der Presse erfahren", ihm sei noch kein offizielles Schreiben zugegangen. Die Anschuldigen seien "völlig haltlos, manche absurd". Dies würden sowohl Joshua Sobol, dessen Stellungnahme bereits in der "Jerusalem Post" veröffentlicht wurde, als auch alle Produktionsbeteiligten und die Schauspieler der Produktion bestätigen.

Korrekt abgewickelt und verzeichnet
Die Karten für die abgebrochene Vorstellung seien dem Publikum, das seine Tickets bei der Produktionsleitung gekauft hatte, noch am selben Abend zurückerstattet worden. "Auch die sonstigen Kartenverkäufe wurden selbstverständlich korrekt abgewickelt und verzeichnet, auf ihrer Basis wurde auch die Tantiemenabrechnung mit dem Autor durchgeführt, die dieser noch am letzten Vorstellungstag ausgehändigt bekam und dies daher auch bestätigen kann", heißt es weiter. Der Vorwurf, den Spielort nicht in tadellosem Zustand zurückgelassen zu haben, sei "absurd, denn nachdem Möbel und Requisiten noch nach der letzten Vorstellung verladen worden waren, wurde dem Alma-Team danach der Zutritt zum Gelände verweigert, sodass Eigentum der Produktion von beträchtlichem Wert im Museum zurückgelassen werden musste". Zu einer Übergabe, die vertraglich für den 18. November 2009 festgesetzt war, konnte es laut Manker "gar nicht kommen".

Korrupt
"All die Scheinanklagen dienen nur dazu, uns zu diskreditieren und den Erfolg von 'Alma' in Israel zu schmälern", heißt es weiter. "Denn das Cameri-Theater und sein Missmanagement, im speziellen der Manager Noam Semel, ist seit Jahren für den Niedergang des israelischen Theaters verantwortlich und richtet seinen Spielplan ausschließlich nach Profit-orientierten Gesichtspunkten aus, was auch das katastrophale Niveau der dortigen Produktionen erklärt." Eine Produktion wie "Alma" habe ihnen "schmerzlich vor Augen geführt, welche Misswirtschaft sie selbst an ihrem Theater betreiben und wie korrupt ihre Einstellung gegenüber ihren Autoren, Schauspielern und ihrem Publikum ist." Paulus Manker habe daher über seine israelische PR-Agentur die "sofortige Ablöse der Cameri-Führung verlangt".

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