Portisch: „Österreich war ja auch pleite“

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Portisch: „Österreich war ja auch pleite“

Hugo Portisch präsentierte gestern sein neues bei Ecowin erschienenes Buch Was jetzt. Es ist ein leidenschaftliches Manifest pro Europa. Nach profunden geschichtlichen Ausführungen über das Zusammenwachsen Europas (Montanunion, EWG, EU) nimmt Portisch darin auch zur aktuellen EU-Krise Stellung.

Im Pressegespräch debattierte er auch die Probleme Griechenlands: „Es werden jetzt Stimmen laut, die fordern, dass man die Griechen ,raushauen‘ möge. Sie sollen sich mit eigener Kraft aus dem Sumpf ziehen … Dabei vergisst man, dass auch Österreich sich – nach den Kriegen – nicht mit eigener Kraft retten konnte und noch mehr pleite war als heute die Griechen. Die Schutzschirme hießen damals Völkerbundanleihen und Marshallplan. Und eine Art Marshallplan wäre auch jetzt dringend nötig.“

Populisten
Die Krise der EU sei vor allem eine Vertrauenskrise: „Wenn unsere Parlamentarier nicht in der Lage sind, wichtige EU-Themen der Bevölkerung zu kommunizieren, werden nur die Populisten profitieren. Dagegen muss man aufstehen und sich wehren.“

Wall Street
Wie die New Yorker Demonstranten an der Wall Street? „Die Leute“, so Portisch, „erheben sich völlig zu Recht.“

Autor: Christoph Hirschmann
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