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© Mike Marsland

Premiere von "Kung Fu Panda" in Cannes

Dieser Abend stand völlig im Zeichen des außer Konkurrenz stehenden Dreamworks-Comicfilm "Kung Fu Panda": Zur Premiere erschienen die als Synchronsprecher mitwirkenden Stars Angelina Jolie (mit Ehemann Brad Pitt), sie zeigte sich Abends wieder mit prallem Babybauch in einem smaragdgrünen.Kleidertraum. Weiters Jack Black, Dustin Hoffman und Lucy Liu, die stimmlichen Protagonisten des Films. Andere Stargäste wie Eva Longoria Parker, Aishwarya (Bollywood-Aktrice und Ex-Miss World), Rachel Leigh Cook oder Sängerin Natalie Imbruglia traten über den Red Carpet, um bei der Exklusiv-Premiere dabei zu sein. Jack Black hatte sich ja verplaudert, dass Jolie Zwillinge erwarten würde. Überhaupt ist Jolies Auftritt eine absolute Sensation in Cannes.

Der kämpfende Panda
Ein dicker, fauler und verfressener Tollpatsch-Panda, der die asiatischen Kampfkünste deutlich mehr liebt als die Arbeit im Nudel-Restaurant seines Vaters, ist der Auswerählte als Drachen-Krieger, der sich dem Endkampf mit dem gefährlichen Schneeleoparden Tai Lung stellen muss.

Der Film sorgte für Abwechslung im dichten Themenspektrum in Cannes. Die nächsten cineastischen Highlights mit Kindesentführung, unheilbaren Krankheiten und dem brutalen System der italienischen Mafia stehen schließlich schon auf dem Programm.

Hochgelobter Film
Das Filmfestival in Cannes hat schon früh einen ersten Kandidaten für die großen Preise. "Waltz With Bashir" aus Israel hat das Publikum bei der ersten Pressevorführung fasziniert und bewegt. Der Regisseur Ari Folman erschafft ein ganz neues Genre, den "animierten Dokumentarfilm".

Formal als klassisch gezeichneter Animationsfilm in schönstem Comicstil gestaltet, rekonstruiert "Waltz Witz Bashir" Folmans eigene Erinnerungsarbeit über verdrängte Erlebnisse als junger israelischer Soldat im Libanonkrieg Anfang der 80er Jahre. Produziert wurde das Werk von den Deutschen Gerhard Meixner und Roman Paul (Razor Film, Berlin), die für "Paradise Now" über palästinensische Selbstmordattentäter bereits eine Oscar-Nominierung bekommen haben.

Massaker in Palästina
In "Waltz With Bashir" geht es um das Vergessen traumatischer Erlebnisse. Langsam tastet sich der Film an seinen Kern heran: Das Massaker an der palästinensischen Zivilbevölkerung im Libanon nach dem Attentat auf den libanesischen Präsidenten und christlichen Militärführer Bashir Gemayel im September 1982.

Hochgelobt
Folman, ein erfahrener Dokumentarfilmer, verfremdet die üblichen Doku-Mittel wie Interviews durch Animation und gestaltet seinen Film eher als zeitgeistigen Trip durch Musik und Popkultur der 80er Jahre. Was mit Träumen und Halluzinationen beginnt, wird inhaltlich immer konkreter und realistischer. Bis am Ende eine lange "echte" Archivsequenz die realen Opfer des Massakers zeigt.

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