Gegen Fekter, Korruption, Nespresso

Protestsongcontest

Gegen Fekter, Korruption, Nespresso

Alle Jahre wieder findet am 12. Februar der Protestsongcontest im Wiener Rabenhof statt - heuer bereits zum achten Mal. Eine Fachjury hat vergangenen Freitag im Haus der Begegnung Rudolfsheim die zehn Finalisten gekürt. Die Palette der Feindbilder, gegen die angesungen wird, reicht dabei von der Innenministerin Maria Fekter (V) und ihren kindergerechten Abschiebungen bis zum Nespresso-Hype, die musikalischen Genres von sanften Balladen, Protestliedern in guter, alter Liedermacher-Art bis zur Hardrock-Version der Nationalhymne. Das von Dirk Stermann moderierte Finale wird ab 19 Uhr live auf FM4 und per Videostream übertragen.

Diashow Song Contest: Das ist die Top 10

Diese 10 Acts treten an

Klimmstein feat. Joe Sumner

"Paris Paris"

Nadine Beiler

"The Secret Is Love"

Richard Klein

"Bigger Better Best"

Trackshittaz

"Oida Taunz!"

Leo Aberer & Patricia Kaiser

"There Will Never Be Another You"

Alkbottle

"Wir san do ned zum Spaß"

Eva K. Anderson

"I Will Be Here"

Band WG

"10 Sekunden Glück"

Oliver Wimmer

"Let Love Kick In"

Charlee

"Good To Be Bad"

Die Moderatoren

Kratky, Weichselbraun und Knoll führen durch das Auswahl-Talent.

1 / 12


Facettenreich
In der Final-Jury sitzen u.a. die Liedermacher Birgit Denk und Ernst Molden sowie die Journalisten Ingrid Brodnig ("Falter") und Martin Blumenau ("FM4"). Sie werden u.a. "Die Ballade vom Zündler" von Betty's Apartment ("Ich zünd' Euch alle an!") und Chris Crossemakers Bekenntnis "Geh hobt's mi gern" hören ("Ihr habt's verschissen!"). Eher allgemein gehalten sind auch Andi & Alex feat. Wenzel Washington mit "Schmeckt ma ned" ("I will net, dass ma alles in der Welt kritisiert, ich will nur, dass ma sich a bissel selbst reflektiert. Kapiert?"), FS2 mit "geht mi nix o!" ("Wenn alle Leut' so denken, geht des net guat") oder hirschl mit "Gegenwärter" ("Sie haben alles und wahrscheinlich noch viel mehr, doch sie wissen nicht warum, und sie wissen nicht woher").

Rockige Hymne

Eine rockige Nummer liefert Er ist tot, Jim mit "Gartenbau" ("Wir hatten nie ein 68, und ich hab mal wo gelesen - sowas rächt sich!"). Sehr österreichisch wird es mit dem Wienerlied der Gebrüder Marx "Hättma, kenntma (mochma oba net)" und mit "Laand däär Bäärgää" von keine Angst!. Sie orten "Korruption an jedem Eck, Straßen voller Hundedreck" und fragen: "Vielgeliebtes Österreich - bist du wirklich zukunftsreich?"

Feindbilder
Gegen sehr konkrete, wenn auch sehr unterschiedliche Feindbilder singen Blonder Engel sowie Rotzpipn und das Simmeringer Faustwatschenorchester an. In "Nespresso (What else?)" wundert sich ein singender und Gitarre spielender Engel: "Nespresso trinkt ma ja net nur, da gibt's a Batzn Prozedur", um zum Schluss zu kommen: "Im Prinzip is' da nix dran, nur, dass man's gut vermarkten kann." "Die Moritat von der schwarzen Maria" macht dagegen kein Hehl daraus, welche Maria gemeint ist, die kleinen Kindern auflauert: "De schwoaze Maria - die kennt ka Pardon. Sie kennt ka Pardon. Sie nimmt dir alles was'd hast, und sie jagt dich davon."

Seit 2004
Im Vorjahr gewann die niederösterreichische Band pauT mit dem Lied "sepp haT gesagT, wir müssen alles anzünden". Der Protestsongcontest wurde 2004 zum 70. Jahrestag der Februarunruhen des Jahres 1934 ins Leben gerufen.


www.protestsongcontest.net

Diesen Artikel teilen:

Posten Sie Ihre Meinung

Kommentare ausblenden
Jetzt Live
Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen
Jetzt NEU

oe24.TV im Livestream: 24 Stunden News!

Live auf oe24.TV 1 / 10

Top Gelesen 1 / 5

  Diese Website verwendet Cookies. Durch die Verwendung dieser Website stimmen Sie dem damit verbundenen Einsatz von Cookies zu.