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Puccinis

Festspiele

© Bregenzer Festspiele, Karl Forster

Puccinis "Tosca" begeisterte auch im zweiten Jahr

„Kunst finanziert Kunst“, proklamierte Festspiel-Präsident Günter Rhomberg bei der Eröffnung. So habe sich nicht nur aus dem James Bond-Dreh und dem EM-Public-Viewing ein „unerwarteter zusätzlicher Nutzen“ ergeben, der unbezahlbar sei. Auch trage das Spiel auf dem See mit seiner großen Besucheranzahl weniger populäre Produktionen mit. Auf der Seebühne ist wieder Puccinis Tosca zu sehen, hier sei man „für eine Wiederaufnahme überdurchschnittlich gebucht“, heißt es aus Bregenz.

Karl V.
Des Weiteren setzt man heuer auf Ernst Krenek: Im Festspielhaus wird ab heute dessen Oper Karl V. aufgeführt, ab 30. Juli zeigt man Kreneks satirische Operette Kehraus um St. Stephan.

Josefstadt
Im Schauspiel-Bereich gastiert das Theater in der Josefstadt mit Thomas Manns Buddenbrook.In Summe werden für 60 Veranstaltungen 190.000 Karten angeboten, 80 Prozent sind verkauft.Als Eröffnungspremiere der 63. Bregenzer Festspiele wurde Mittwochabend auf der Seebühne die Wiederaufnahme der Oper "Tosca" von Giacomo Puccini gegeben. Die knapp 7.000 Besucher - unter ihnen Bundespräsident Heinz Fischer - erlebten in einer schönen, wenn auch kühlen Sommernacht ein musikalisch und optisch heißes Freiluftspektakel um Liebe, Eifersucht, Macht und Tod.

Ausgefeilt
Ein überdimensionales Auge beherrscht das "Tosca"-Bühnenbild, das heuer schon als Kulisse für James-Bond-Dreharbeiten und die ZDF-Sportarena während der Fußball-EM gute Dienste geleistet hat. Nun steht entsprechend dem diesjährigen Festspiel-Motto "Macht und Musik" wieder großes Operntheater auf dem Programm. Die Wiener Symphoniker unter der Leitung von Ulf Schirmer steuern aus dem Festspielhaus dank perfekter Tontechnik den Orchestersound bei, als zusätzliche Effekte werden an den entsprechenden Stellen original Glockentöne, Orgelklang und Kanonendonner eingespielt.

Bewährtes Ensemble
Die Darsteller des Opern-Thrillers in der Regie von Philipp Himmelmann kommen mit den Riesendimensionen der Freiluftbühne von Johannes Leiacker bestens zurecht. Die Premierenbesetzung war gegenüber dem Vorjahr geändert: Sopranistin Catherine Naglestad hat sich als neue Tosca glänzend bewährt, ebenso Tenor Andrew Richards als Maler Cavaradossi und Claudio Otelli als hinterhältig-schurkischer Baron Scarpia.

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