Punk: Kunst - Stil - Revolte Punk: Kunst - Stil - Revolte Punk: Kunst - Stil - Revolte Punk: Kunst - Stil - Revolte Punk: Kunst - Stil - Revolte

Fotoausstellung

© Linder, Untitled, 1978, Courtesy die Künstlerin und Stuart Shave Modern Art, London

 

 

 

 

Punk: Kunst - Stil - Revolte

Punk war neben HipHop die letzte globale popkulturelle Bewegung, die mehr sein wollte, als nur die akustische Möblierung von Teenager Schlafzimmern: ein völliger Umbruch in der Mode, den Stilgesten, den künstlerischen Ausdrucksformen und der Musik: Von der Weltverbesserungsattitüde des „Summer of Love“ in den Sixties zum Nihilismus und den „No Future“ Parolen eines „Winter of Hate“ zehn Jahre später; von den weichen und konturlosen Psychedelic Farbspielen zu den harten Kontrasten und eckigen Designs der Neonund Plastikepoche.

Die Ausstellung "Punk - No One is Innocent"
Es ging bei Punk um eine aus dem Geist der Situationistischen Internationale – einer linksradikalen Gruppe von europäischen Künstlern und Intellektuellen – genährte Protesthaltung, deren Protagonisten dafür lebten „Öl dorthin zu bringen, wo Feuer war“ (Guy Debord). Die neue Ausstellung im Museumsquartier belegt am Beispiel der drei Metropolen New York, London und Berlin, wie unterschiedlich und doch konsistent Punk in verschiedenen Kulturräumen und gesellschaftspolitischen Milieus auf die bildende Kunst, den „Look“ der Jugendlichen und die Chiffren der Revolte wirkte. Während er in England vor allem ein Stil und Modephänomen war und eine typische Grafik hervorbrachte, gab es in den USA und in Deutschland von Beginn an eine enge Beziehung zwischen Künstlern und Punkrockern – viele der Künstler und Avantgarde Filmemacher wie Jim Jarmusch, Wolfgang Müller, Alan Vega und Salomé spielten selbst in Bands.

Heroen des Punk
An der Spitze der britischen Punkbewegung standen der Manager und Anarcho-Denker Malcolm McLaren, die Modedesignerin Vivienne Westwood und der Graphiker Jamie Reid. Gemeinsam schufen sie eine visuelle Corporate Identity des Punk, von der noch mehrere Generationen zehren sollten: Eine Sicherheitsnadel in der Wange von Queen Elizabeth, T-Shirts mit Schock-Motiven, S/M-Mode für den subversiven Flaneur, Typographien, die mit ihrenaus Zeitungen ausgeschnittenen Buchstaben Erpresserbriefe nachahmten. Es ging um die Idee von Punk als Überfall auf das Bewusstsein der Massen. Das Publikum wurde symbolisch in Geiselhaft genommen, und mit Forderungen,Zumutungen und optischen Schocks traktiert.

Punk. No One is Innocent
Kunst - Stil - Revolte
KUNSTHALLE wien, halle 1
16. Mai - 07. September 2008

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