Robbie will mit Wien-Show aus der Krise

Europa-Tournee

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Robbie will mit Wien-Show aus der Krise

"Ich brauche diesen Job als Popstar, weil sonst mein Verstand verrottet.“ Nach dreijähriger Identitäts-Krise („Ich saß bloß auf dem Sofa, glotzte Big Brother und stopfte Donuts in mich rein“) startet der erfolgreichste Popstar Europas, Robbie Williams (35), nun sein großes Comeback: Mit neuem Hit Bodies (ab 9.10.), der CD Reality Killed The Video Star (6.11.) sowie geplanten TV-Auftritten bei den MTV-Awards in Berlin (5.11.) und Wetten, dass..? in Braunschweig (7.11.)

Wien-Show im Sommer nach Termin-Absprache mit U2
Dazu ist für 2010 auch wieder eine große Europa-Tournee geplant. „Meine letzte Welttournee hat mich an den Rand eines Nervenzusammenbruchs gebracht. Denn es kostet so viel Kraft, sich einzureden, dass man der Größte ist,“ kokettiert Williams (55 Millionen verkaufte CDs) mit seinem Superstar-Status. Auch in Wien, wo Robbie 2006 als erster Künstler an zwei aufeinanderfolgenden Tagen das Ernst Happel Stadion füllte und sogar ein Video (Lovelight) filmte, wird er dabei natürlich wieder auftreten. Der Konzert-Termin (Juli oder August) hängt u. a. auch von weiteren U2-Plänen ab.

Comeback-Konzert war in sieben Minuten ausverkauft
Im Stern-Interview versucht Robbie noch in typischer Witzbold-Manier, etwaige Tour-Gerüchte halbherzig zu dementieren: „Ich werde es tun, aber nicht so bald.“ Die ersten Konzerte sind aber längst fixiert: Schon am 20. Oktober präsentiert er im Londoner Roundhouse die neue CD als Bombast-Show mit Orchester und Streicher-Quartett! Dieses Comeback-Konzert, sein erster Auftritt seit 2006, war innerhalb von nur sieben Minuten ausverkauft! Schon werden auf ebay 55-Euro-Tickets für über 770 Euro gehandelt!

Im Interview mit dem „Stern“ sprach Robbie Williams über sein Comeback, Drogen, die große Liebe und seine Ängste. Die besten Passagen:

Vor drei Jahren sagten Sie: „Ich bin es verdammt leid, Robbie Williams zu sein.“ Sie ließen sich einen Bart wachsen und wurden dick.
Robbie Williams: Na ja. Eigentlich hatte ich vor, ein Weltverbesserer zu werden, aber stattdessen saß ich auf dem Sofa, glotzte „Big Brother“ und stopfte einen Haufen Donuts in mich hinein.

Bevor Sie aus dem Rampenlicht verschwanden, sagten Sie: „Ich hasse die Maschinerie der Musikbranche.“ Warum veröffentlichen Sie jetzt wieder eine CD?
Ich musste raus aus meiner Villa, zurück ins Leben. Ich brauche diesen Job als Popstar, weil sonst mein Verstand verrottet.

Sie zogen 2002 nach Amerika, um der Hysterie zu entfliehen. Warum sind Sie nach England zurückgekehrt?
Ich bin vor allem nach Amerika gezogen, um Mrs. Williams zu finden. Das war meine Mission. Jetzt habe ich sie gefunden und kann zurück.

Wusste Ihre Freundin Ayda Field beim ersten Treffen, wer Sie sind?
Wenn sie es wusste, dann hat sie es sich jedenfalls nicht anmerken lassen. Sie war auf jeden Fall kein hysterisches Robbie-Williams-Groupie.

Sie wollten nie erwachsen werden. Jetzt sprechen Sie von drei Kindern.
Es gibt Momente, da denke ich: „Ja, Robbie, tu es! Daddy Williams! Cool!“ Und dann gibt es wieder Augenblicke, in denen ich denke: „Hey, du bist doch immer noch selbst wie ein 14-Jähriger!“ Ich bin da sehr widersprüchlich.

Michael Jackson war wie Sie tablettensüchtig. Wie bedrohlich war Ihr Zustand, als Sie 2007 in eine Entzugsklinik gingen?
Ich habe einige Drogenentzüge hinter mir und kann Ihnen sagen: Robbie Williams geht nicht in die Entzugsklinik, wenn sein Leben nur ein bisschen außer Kontrolle geraten ist. Das war schon verdammt ernst. Ich bin etwas störrisch in dieser Hinsicht. Der Tod muss schon drohend bei mir anklopfen, damit ich so etwas auf mich nehme.

Wie groß ist Ihre Angst vor einem Rückfall?
Sie ist immer da.

Warum fürchten Sie sich plötzlich davor, Konzerte zu geben?
Weil da verdammt noch mal 80.000 Leute vor mir stehen und mich anstarren. Ich habe immer noch Angst davor, da rauszugehen.

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