Roland Emmerich mag keine Desaster mehr

Nach "2012"

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Roland Emmerich mag keine Desaster mehr

Hollywood-Regisseur Roland Emmerich will nach seinem im November in die Kinos kommenden Weltuntergangsfilm "2012" vorerst keine weiteren Katastrophenfilme mehr drehen. "Ich glaube, mit Desasterfilmen ist es jetzt erstmal eine Zeit lang genug", sagte der deutsche Regisseur ("Independence Day") am Donnerstag, 23.7., in Tokio. Und er hat auch schon ein neues Projekt: "Anonymous", in dem es um das mysteriöse Rätsel geht, ob William Shakespeare alle seine Werke auch tatsächlich verfasst hat.

Kaufte Wohnung in Berlin
"Das ist ein altes Projekt von mir, das habe ich vor vier, fünf Jahren schon mal versucht, in die Gänge zu bekommen". Das sei dann aber gescheitert. "Das versuche ich jetzt wieder". Und zwar in Berlin in den Babelsberger Studios. Dabei benutze er genau die gleiche Methode wie für "2012". "Wir drehen die ganzen plates (Hintergründe) in England und dann wird alles auf Bluescreen gedreht in Berlin", so Emmerich. Er habe sich auch gerade in der Hauptstadt eine Wohnung gekauft, erzählt der bisher überwiegend in Los Angeles lebende Starregisseur.

Prophezeiung der Maya
Emmerich reiste nach Tokio, um Werbung für seinen noch nicht ganz fertiggestellten Katastrophenfilm "2012" zu machen. Der Streifen bezieht sich auf die Prophezeiung der Maya, deren Sonnenkalender am 21. Dezember 2012 endet und oft als Anlass dient, das Ende der Welt in ihrer bisherigen Form zu datieren. Auch Emmerich und sein Koautor Harald Kloser zeigen in "2012" das Ende der Welt - und zwar "so radikal, wie ich es noch nie gemacht habe", wie Emmerich selbst sagt.

Ganzer Film mit Computer
In dem Streifen mit einer Flut an spektakulären Bildern gehe es bei der Handlung um zwei Gruppen, "die, die es wissen und verheimlichen und die, die es nicht wissen und es herausfinden", so der Regisseur. Es war für Emmerich das erste Mal, einen ganzen Film in einem Computer zu erzeugen. "Das gibt Dir unglaubliche Freiheit."

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