Run auf neue Mozart-CD

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Run auf neue Mozart-CD

„Die letzten großen Mozart-Symphonien sind nicht drei Werke, sondern ein zusammengehöriges Großwerk. Das ist die Erkenntnis meines Lebens“, sagt Nikolaus Harnoncourt. Bei der styriarte und bei den Salzburger Festspielen hat der Grammy-dekorierte Erfinder und Großmeister des Originalklangs in zwei atemberaubenden Jahrhundertkonzerten mit seinem fabelhaften Concentus Musicus Mozarts geniales „Instrumental-Oratorium“ ohne Worte musiziert: die erhabene Es-Dur-Symphonie, die schmerzliche g-Moll-Symphonie und die triumphale C-Dur-Symphonie mit dem fugierten Finale, die, wie Harnoncourt anmerkt, „irgendein Depp Jupiter-Symphonie genannt hat. Man nennt eine Symphonie nicht nach einem Lustmolch! Mozart hätte sie, wenn überhaupt, Apollo genannt.“

Geplatzt
Die g-Moll-Symphonie bezeichnet der größte Mozart-Dirigent überhaupt als seine „Schicksalssymphonie“: „Ich habe 1969 die Wiener Symphoniker verlassen, weil ich es nicht ertragen konnte, wie falsch dieses tieftraurige Stück gespielt wurde. Als Cellist sitzt man ja mit dem Gesicht zum Publikum, und wenn ich sehe, wie die Leute im Saal schon bei den ersten Tönen zum Grinsen anfangen und die Köpfe wiegen, obwohl Mozart gerade dabei ist, in den Abgrund zu springen, muss mir der Kragen platzen.“

Bei Sony ist Mozarts Seelendrama soeben als Doppelalbum erschienen – in Salzburg bereits ausverkauft!

E. Hirschmann-Altzinger

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