Ruzowitzky glaubt an Oscar für Waltz

Gute Chancen

Ruzowitzky glaubt an Oscar für Waltz

Ruzowitzky über Christoph Waltz: Bei Christoph Waltz hätte ich alles darauf gewettet, dass er nominiert wird – und es wäre eine Überraschung für mich, falls er den Oscar nicht gewinnt. Er gilt in den USA als überragender Favorit. Als Schauspieler, der Englisch nicht als Muttersprache hat, gleich mit dem ersten Film für den Oscar nominiert zu werden, das ist eine ganz tolle Sache.

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Ruzowitzky über Michael Haneke: Ich war fest davon ausgegangen, dass Michael Haneke mit "Das weiße Band" nominiert werden würde. Seine Chancen, zu gewinnen, sind aber schwierig zu beurteilen. In dieser Kategorie gibt es keine Indikatoren, die einen Trend anzeigen. Das weiße Band ist kein klassischer Oscar-Film, weil er etwas spröde ist und nicht zur Identifikation einlädt. Wie stark die vielen anderen Qualitäten bewertet werden, kann man nicht vorhersehen.

Ruzowitzky über Christian Berger: Die Nominierung von Christian Berger als bester Kameramann für "Das weiße Band" ist großartig und ein Zeichen dafür, dass der Höhenflug des österreichischen Films nicht nur etwas mit ein paar Ausnahmeleuten zu tun hat, sondern dass dieser Boom auf einer ganz breiten Basis hervorragender Könner aufbaut.

Ruzowitzky über die Hauptkategorien Bester Film/Beste Regie: Hier liegen Avatar und The Hurt Locker vorn. Das wäre selbst dann eine interessante Konstellation, wenn die Regisseure James Cameron und Kathryn Bigelow früher nicht miteinander verheiratet gewesen wären. Ich könnte mir vorstellen, dass Bigelow den Regie-Oscar gewinnt. The Hurt Locker ist der erste Film, der das Irak-Trauma in einer Weise aufarbeitet, die auch ein Publikum findet. Beim Film des Jahres würde ich auf Avatar tippen, denn das ist in vieler Hinsicht ein Epoche machendes Werk.

Ruzowitzky über die besten Darsteller: Bei den Männern gilt Jeff Bridges als großer Favorit. Ich würde es ihm gönnen, denn er ist schon sehr lange mit sehr guten Leistungen aktiv. Bei den Damen sind Meryl Streep und Sandra Bullock vorn, wobei Sandra Bullock den Vorteil hat, dass sie noch nie einen Oscar gewann und dass ihr Film The Blind Side extrem erfolgreich war.

Ruzowitzky über das Glück: Glück gehört zu den Oscars dazu. Man braucht eine Konstellation, in der man den Nerv der Academy trifft. Das ist natürlich auch immer ein bisschen mit Zufall verbunden, weil Filme ja eine lange Geschichte haben, bevor sie endlich ins Kino kommen.

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